Dienstag, 14. Juli 2009

Das Leben verlieren





Als das Jahr 2009 begann, habe ich mein neues Leben begrüßt.
Da wusste ich allerdings noch nicht,was das bedeutet.

Wie ich nun mal so bin, dachte ich, dass mir das neue Jahr etwas Gutes bringen wird.
Weit gefehlt!

In diesem Jahr jagt in meinem Leben ein Dilemma das andere.
Mittlerweile nenne ich das Jahr 2009 „das kaputte Jahr“!
Weil alles, was ich mal hatte, was ich mochte, was ich gern getan habe, zerbricht, verschwindet, stirbt, zu Ende geht, unmöglich wird.
Rums –kaputt.

Natürlich haut’s mich bei den wirklichen schmerzhaften Ereignissen jedes Mal zu Boden, aber nicht für lange. Ich rappel mich doch nach kurzer Zeit des Verschnaufens und einigen hilflosen Versuchen mich auf die neue Situation einzustellen wieder auf – so gut es eben geht.

So richtig kann ich mich dem: "Alles geht kaputt" nicht abfinden, auch wenn ich weiss, dass ich es sowieso nicht ändern kann.
Es sind alles Ereignisse, die von außen, oftmals aus heiterem Himmel auf mich herabprasseln, so dass ich manchmal im ersten Moment nur schockiert stehen bleibe und merke, wie mir der Mund offen steht und ich mal wieder mal keine Ahnung habe, wie es weiter gehen soll.
Das einzige, was ich weiss, ist, dass nichts von meinem alten Leben übrig bleibt.


Das Problem ist nur, dass meine alten (Verhaltens-) Muster noch immer greifen und ich keine Ahnung habe, was nun zu tun ist. Ich fühle mich hilflos und leer und völlig allein gelassen.
Ich bekomme auch immer mehr das Gefühl, dass sich kein Mensch mehr für mich interessiert. Mir fehlt die menschliche, die selbstverständliche Nähe, einfach, dass jemand an mich denkt, auch wenn ich ihn nicht ständig anrufe oder sehen kann.
Aber vielleicht bin ich einfach nur genauso, es heisst ja immer: wie man in den Wald hinein ruft…..

Mir wird mein Leben genommen.
Es gibt scheinbar nichts mehr, was ich halten kann, außer mir/mich selbst? Ich habe keine Ahnung, was ich nun weiterhin machen soll. Meine Leben ist doch nicht zu Ende! Alles, was ich gern hatte oder gern getan habe, geht „kaputt“. Und nichts neues /anderes in Sicht.

Und was jetzt?

Die Frage habe ich mir schon öfter gestellt.

Und ich habe immer noch keine Antwort.
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Bild von Darius Dunker: "Holzsteg im hohen Venn"

Kommentare:

  1. so sehr gut kenne ich das.
    hier hatte das schicksal sehr ähnlich gewaltet.
    bin mit dir,
    alle liebe

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  2. Das "Leben" geht nicht zuEnde. Ich hoffte mal das es zu Ende geht, als ich 13 Jahre lang im Sumpf einer, eigentlich unheilbaren Erkrankung,in der Klinik sterben wollte. Und ganau dieses Scheitern und das erkennen, das es bei mir keine Rückversicherung mehr gab; das es keinen Halt gab-das brachte Heilung. Praktisch und aus heutiger Sicht - über Nacht.Die ersten 2, 3 Jahre hab ich nichts mehr begriffen. "Wie kann das sein?"-Verwirrung. Es war so und fertig zu sagen, dauerte lange. An diesem Tag, im Februar 2004 war das alles vorbei.Alle Veränderungen haben 2 Seiten. Da hieß es auch loslassen.
    Doch was habe "ICH" getan? Habe nur zugeschaut und darauf geachtet was und wer mir begegnet und in vielen ein Zeichen gesehen. Mehr nicht, denn ich kann nichts tun außer vertrauen. Vertrauen dem, was mich, uns oder Euch zusammenhält; das was hinter den Dingen liegt. Alles hat seine Zeit. Veränderung auch.

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  3. .... So ist es - Verwirrung pur.
    Danke Satya, dass Du mit mir teilst.

    Loslassen bedeutet bedingungslose Hingabe - IST
    bedingungslose Liebe.

    Das bin nicht mehr "ich"(She's)...

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