Dienstag, 30. November 2010

Worauf es ankommt





Täglich können wir sehen und beobachten, wie wir umherhetzen.

Entweder fliehen wir gerade wieder vor etwas,
das uns unangenehm ist,
oder wir streben gerade wieder danach,
unser Glück und Heil im Außen zu finden.
Immer unterwegs…

Nun sage bitte nicht. „Oh – ich mag nicht mehr hinhören,
immer das gleiche Gerede:
"Suche nicht im Außen... wende Dich nach Innen…“,
sondern frage Dich,
warum alle weisen Menschen immer wieder genau DAS sagen.

Mein Bruder sitzt mir gegenüber und schimpft über die „schlechten Menschen“, die sich so gar nicht an seine Regeln halten. Meine Schwester sitzt mir gegenüber und klagt über das, was sie alles nicht hat und schaut skeptisch auf die, die scheinbar alles (statt ihrer) haben…

Aber wer von all denen ist glücklich?

Nur der Mensch ist glücklich, dem es gleich gültig ist,
was er besitzt oder nicht besitzt.
Nur der Mensch ist glücklich, dem es gleich gültig ist, ob andere das eine oder das andere tun, oder das eine tun und das andere unterlassen.

Die Welt ist nicht Dein Produkt und sie wird es niemals werden.
Die Erde dreht sich nicht wegen Dir,
und bietet Dir dennoch eine Heimat,
– ein Wert, der nicht mit Worten und nicht mit Geld ermessen werden kann.

Was ist Dir die Welt wert…?
-was die Erde...?
-was Dein Leben...?
-was Deine Gesundheit...?

Was wäre Dir der heutige Tag wert,
wenn Du wüsstest, es gibt kein Morgen?
Was macht Dich so sicher, dass du noch sooo viel Zeit hast,
dass Du heute darauf verzichten kannst, lebendig zu sein,
liebend zu sein und glücklich?
Wer hat Dir versprochen, dass Du es stattdessen morgen sein wirst?
Und - wird er es halten?

Was ist die Wahrheit,
und worauf kommt es an im Leben?

Die Wahrheit ist, dass nur das, was Du jetzt fühlst, für Dich wahr ist.
Uns auch wenn es sich schlecht anfühlt, ist es dennoch wahr.
Wahr ist, das nur das, was Du jetzt siehst, für Dich real ist,
auch, wenn Du jetzt lieber etwas anderes sähest.
Die Wahrheit ist, dass Dein Leben, das Du jetzt lebst, Dein Er -Leben ist; angefüllt mit Menschen, Dingen und Tätigkeiten, die Du einst wähltest.

Die Wahrheit ist, dass das, was Dir JETZT nicht gefällt,
Deine eigene Wahl ist, und nicht die eines anderen.
Und Deine Erlösung ist, das Du diese Wahrheit akzeptierst,
und dass Du endlich beginnst zu lieben, was Du wähltest,
oder zu wählen, was Du liebst.

DAS ist die ganze Wahrheit - das, worauf es ankommt.
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Bild von Paul049: Windenergie

Donnerstag, 18. November 2010

Jedem des Seiende...





Woher nimmst Du die Gewissheit,
ohne Wissen davon überzeugt zu sein,
dass Deine Überzeugungen
der Wahrheit des wahren Wissens entsprechen?

Woher stammt Dein Glaube,
nicht an Gott glauben zu brauchen,
obwohl Du erst in Ihm, Gott,
den wahren Glauben finden kannst?

Wer schenkte Dir Dein Leben,
dass Du für selbstverständlich nimmst,
dass Du meinst, dafür niemanden,
selbst Gott,
einen Dank schuldig zu sein?

Woher stammt Dein Wille,
sich zu erheben über andere,
selbst über Gott,
und die Dir von Ihm geschenkten Kinder?
Woher dieser Wille, der Schöpfung zu trotzen,
auf des Menschen Gedeih und Verderb?

Und woher nimmst Du, Mensch,
Deine Kraft und die Gewalt,
Dich gegen andere Geschöpfe,
das Sein und das Werden, zu wenden,
und Dich abzukehren von der allumfassenden Liebe,
dessen Sproß wir alle sind?




All dies und all jenes
kommt nur aus Deinem Verstand.

Die falschen Überzeugungen und der falschen Glaube an falsche Gottheiten.
Aus dem Denken kommen die trügerischen Annahmen der Selbstverständlichkeiten in Deinem Leben und das Desinteresse an dem Leben anderer. Dein Ego ist es, das sich über alles hinwegzusetzen sucht, was wirklich Wertschätzung und Liebe verdient.

Deine Kraft ist gewaltig,
genauso gewaltig wie die Anstrengung,
die Du aufwenden musst,
um dich ständig von Gott abgewendet zu halten,
damit Du Ihn weiter verleugnen kannst.

Doch wie groß und stark Deine Verleugnung Gottes auch immer ist,
genauso groß ist auch Deine Liebe zu IHM.

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Bild von milbenschweif: der denker

Dienstag, 2. November 2010

Sein Wille




Wende Dich nicht ab, wenn Du keine Übereinstimmung verspürst,
sondern versuche, „hinter den Sinn der Worte zu schauen“.
Worte allein geben Dir nichts;
nur das Innehalten, das innere „schauen"… "spüren“,
kann Dir offenbaren, was Deine Augen nicht sehen
und Deine Hände nicht ertasten.


Verliere Dich nicht in Beschreibungen über etwas,
sondern versuche, in DAS „hineinzutauchen“,
was Du zu beschreiben versuchst.
Eine Beschreibung ist immer fernab von dem, was Du fühlst.
Nur das Hinschauen, Hineinfühlen, die Hingabe an den Moment,
kann Dir zeigen, was wirklich IST.


Sei nicht der Akteur, sondern verliere Dich in Gott.
Tritt beiseite und überlasse IHM die Handlung.
Sei Getrost: Gott macht keine Fehler.
Solange Du noch „daneben greifst“ in Deinem Leben,
stehst Du IHM immer noch im Weg.
Lass Dich überraschen über den Ausgang einer Situation,
ohne willentlich einzugreifen.


Höre nicht auf Deinen Verstand, denke nicht über ES nach.
Vertraue Deinen Empfindungen, Deiner Intuition.
Auch wenn dies durchaus einer gewissen Übung bedarf.
Lerne, nicht mehr auf Deine eigene Stimme zu hören.
Lerne zuzulassen, was ohne Dich geschehen soll.
Nicht Dein Wille geschehe, sondern Seiner.

Vertraue IHM.

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Bild von Nicola: Zwei Kleine Katzenbrüder


Montag, 25. Oktober 2010

Wir sind alle Gottes Kinder



Wer vermag zu erklären, was „Glauben" bedeutet?
Wer ist in der Lage, über Gott zu sprechen?
Wer ist jemals zurückgekommen, um uns von einem Leben nach dem Tode zu berichten?

Innerhalb dieser Ungewissheit über uns selbst und über Gott
zu einem wahrhaften Glauben zu finden, gelingt nur sehr wenigen.
Denn Gott ist aus der Mode gekommen.
Er ist weder „hipp“ noch „trendy“, noch trägt Er Prada …

Dennoch ist Er der Einzige, der „über allem" steht.

Auch die Kirchen sind heute nicht mehr in der Lage, uns einen Glauben zu vermitteln, der sowohl Gottes Existenz als auch den globalen, menschlichen Wahnsinn erklärt oder unter einen Hut zu bringt.

Und wieder ist Er, Gott der „Hut“, in dem sich alles abspielt und in dem sich alles befindet.


Warum ist es unmöglich, über Gott zu reden, IHN zu beschreiben?
Antwort: Weil Er nicht materiell ist!

Er ist keine Wesenheit, kein Jemand, worüber etwas zu berichten ein Mensch in der Lage wäre. Einzig derjenige, der Ihn in seinem eigenen Inneren spürt – wahrnimmt -,
weiss, wie es sich anfühlt, sich Seiner gewahr zu sein.
Und genau hier beginnt das Unverständnis; und genau hier beginnt auch das Unvermögen über das, was Er „ist“, was Er „tut“, zu berichten.

Frage: Wie aber werde ich Seiner gewahr?
Wie kann ich an so etwas scheinbar Obskures glauben?
Woran erkenne ich, dass ich nicht etwa spinne, verrückt geworden bin, sondern mir nur bewusst darüber geworden bin, dass es noch etwas anderes zwischen Himmel und Erde gibt, außer der materiellen Außenwelt?

Die Antwort darauf ist:
Indem ich beginne, mein Leben auf Ihn auszurichten!

Bereits hier hört der „Weg" für die meisten auf, weil ohne Glauben keine Ausrichtung auf Gott möglich ist. Dennoch beginnt „es“ hier.

Unser gesamtes Leben ist der Weg zu Ihm, dient der Erkenntnis des „Göttlichen“.
(Unser Fehler, dass wir Ausdrücke so falsch belegen, dass wir ständig an Ihm vorbeilaufen, ohne Ihn zu erkennen...)

Ein Mensch, der Gott liebt, wird diesen Weg gehen, weil er es WILL; er wird keine Arbeit und keine Mühsal scheuen, um seiner „gewahr“ zu werden.
Einzig Deine Entscheidung hierfür ist notwendig.

Ich erlebe sehr häufig, dass Menschen sich von mir abwenden, wenn ich beginne, von Gott zu reden oder zu schreiben. Es ist verständlich, dass jemand, der noch an das Glück im Materiellen glaubt, nicht in der Lage ist, sich dem Wirken Gottes hinzugeben und sich seinem eigenen Inneren zuzuwenden. Doch eben dort beginnt der Weg; der Weg des Glaubens, der Liebe und der Hoffnung auf all das, was Göttlich ist und auf all das, was von Gott bereits vor Ewigkeiten in uns eingepflanzt wurde.

Unverständlich und unerreichbar erscheint vielen dieser Weg zu Gott, weil es keinen Universalweg gibt, keinen ausgetretenen Pfad, dem wir nur zu folgen brauchen.


Dennoch ist der erste Schritt einfach, auch wenn es auf den ersten Blick nicht so scheint.

Beginne damit, in Deinem Inneren deine Schmerzpunkte zu entlarven.
Finde heraus, warum Dir etwas (seelische) Schmerzen bereitet und woher diese Schwachstelle stammt. Grabe den Schmerzpunkt aus und heile ihn durch Dein Verständnis Dir selbst gegenüber. Vergebe Dir Deine Schwächen, vergib den anderen und lasse dann los.
Wenn Du Hilfe dazu brauchst, bitte Gott darum.

Dein Leben dient Dir dazu, zu verstehen, zu vergeben und zu vergessen (loszulassen).

Dann...

kannst Du beginnen zu lieben…
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Bild von scbaily: Ponder

Montag, 18. Oktober 2010

Nur eine Liebe




Ich gehe auf in dieser einen Liebe, die unendlich ist,
die so groß ist, dass niemand sie umfassen kann,
die so unsichtbar ist und so unschaubar wie Gott.

So beschränke ich mich nicht im Lieben;
ich liebe, was ich sehe, fühle und höre,
und vor allem das, was ich nicht wahrnehmen kann,
so wie den Ursprung der Liebe…

Ich öffne mich, um mich zu lösen von allem,
was NICHT Liebe ist!
Denn was soll ich tun mit Dingen,
die nicht unendlich sind,
und mir wie Sand durch die Finger rinnen?

Liebe ist etwas anderes als ein Mensch oder ein Ding;
sie ist so leicht und erhebend und strahlend,
und nimmt alles von Dir fort,
was Dich bedrückt.
Liebe nimmt Dir alles, was nicht liebenswert ist,
und gibt Dir das,
was Dich selbst frei und „zur Liebe!“ macht.

Liebe ist:
die Freiheit von allem,
ein Gefühl der Unendlichkeit in Deinem Herzen.

Liebe ist:
Leichtigkeit im Leben,
ein Gefühl, „getragen zu sein“, ohne den Träger zu sehen.

Liebe ist:
selbstvergessene Hinwendung,
eine unendliche Ausdehnung im Inneren.
Liebe ist ohne Ziel, ohne wünschen, ohne Erwartung;
sie ist einfach da.

Weil ich mich selbst der Liebe hingegeben habe,
und nicht anderes wünsche, als dies.

Dienstag, 28. September 2010

Loslassen - Der Pfad des lebendigen Geistes


Ich lasse los….

…die Angst, dass es in meinem Herzen etwas gibt, das keine Liebe verdient hat…

…die Entscheidung, die Liebe, die ich bin, nicht mehr anzuschauen…
…die Entscheidung, mein Herz zu verschließen, um kein Außenseiter zu sein…
…die Angst, ausgelacht und gedemütigt zu werden, wenn ich mein Herz öffne…
…die Gewohnheit, meine Liebe an Bedingungen zu knüpfen und sie berechnend einzusetzen…
…die Angst, meine gesellschaftliche Position zu verlieren und verfolgt zu werden, wenn ich mein Herz öffne…
…die Angst, das Gesicht zu verlieren…
…den Wunsch, überlegen und kontrolliert zu bleiben…
…mich vor mir selbst und anderen zu verstellen, und eine Rolle zu spielen…
…die Angst, von Gott für meine Fehler bestraft zu werden…
…die Angst, Fehler begangen zu haben, die nie wieder gut gemacht werden können…
…Neid auf andere Menschen und den Wunsch, sie zu bekämpfen um mich selbst in eine bessere Position zu versetzen…
…meinen Neid nicht wahrhaben zu wollen und zu verleugnen…
…die Entscheidungen, mich selbst für alte Fehler anzuklagen und zu verurteilen…
…die Programmierung, dass Selbstbestrafung rein macht…
…die Programmierungen, Entscheidungen, Schwüre und Gelübde, mein Leben aufzuopfern und fremdes Leid zu meinem eigenen zu machen, weil ich glaubte, nur so Jesus Christus folgen zu können…
…den Wunsch, Märtyrer zu sein, um CHRISTUS außerhalb des Körpers im Tode folgen zu können…
…die Programmierung, dass meine Seele sterben muss wie JESUS, wenn ich GOTT finden will…
…die Schuldgefühle, in meinen Beziehungen zu anderen Menschen das Gesetz der Liebe verletzt zu haben…
...die Angst, bestraft zu werden, wenn ich um Vergebung bitte und die Überzeugung, Strafe verdient zu haben…
…die Entscheidungen, nie mehr Vergebung zu akzeptieren, um mich an alte Fehler zu erinnern…
…mir selbst zu misstrauen und zu bezweifeln, ob ich aus früheren Irrtümern gelernt habe…
….die Angst, von der bedingungslosenLiebe nicht getragen zu werden und mich um meine Existenz zu sorgen, wenn ich mich entscheide, der Liebe zu folgen…
…die Gewohnheit, andere Menschen zu kritisieren, zu verurteilen und nur ihre Schattenseiten zu sehen…
…meinen falschen Stolz und mein Ego nicht wahrhaben zu wollen und meine Schattenseiten auf andere Menschen zu projizieren…
… auf die Einsicht und Vergebung anderer Menschen zu warten, anstatt selbst den ersten Schritt zu machen…
…alle Entscheidungen aus meiner Seelengeschichte, GOTT außerhalb meines eigenen Herzen in Bücher und Kirchen zu suchen…
…Trauer und Müdigkeit, IHN nicht gefunden zu haben…
…Angst, dass GOTT der alte strafende Vatergott des Patriarchats ist…
…alle Pakte, Übereinkünfte und Entscheidungen, dieser strafenden Gottesvorstellung Macht zu geben, ihr zu dienen und/oder sie zu bekämpfen…
…Hass, Wut, Ärger auf GOTT für alles, was in seinem Namen auf der Erde geschehen ist…
…die Programmierung, dass GOTT grausam ist und die Menschheit ihn zu Recht veregssen hat…
…die Programmierung, dass das Geisteige eine Illusion ist und das nur das Materielle wahr ist…
…die Verzweiflung, Hoffnungslosigkeit und Verwirrung, GOTT (ALLES, WAS IST) verlassen und durch die Polarisierung meines Bewusstseins vergessen zu haben…
…alle Entscheidungen, den Schmerz der Trennung von ALLEM, WAS IST (GOTT) nicht mehr fühlen zu wollen…
…die Entscheidungen, mein Herzzentrum zu verschließen und mich nicht mehr an ALLES, WAS Ist (GOTT) erinnern zu wollen…
…mein Herz zu verschließen und Gott nicht mehr zu lieben, um mich nicht erinnern zu müssen und auf der Erde nicht verrückt zu werden…
… die Sehnsucht nach der QUELLE MEINER SEELE (GOTT) zu vergessen, zu verdrängen, zu bekämpfen und zu unterdrücken...

POSITIVE AFFIRMATIONEN

Ich entscheide mich, mein Herz zu öffnen.
Wie die Blüte zur Sonne öffne ich mit jedem Atemzug mein Herz weiter, um zu lieben.
Ich bin Liebe. Liebe ist meine wahre Identität.
Ich vergebe mir meinen Kampf gegen mich selbst.
Ich vergebe mir meine Unwissenheit in der Polarität.
Meine Sehnsucht, nach Hause zu kommen, ist GOTTES RUF nach sich selbst.
Ich bin gemeint. Die Zeit ist reif.
Ich bitte alle Menschen um Vergebung, von denen ich die Liebe erwartet habe, die ich mir selbst nicht geben wollte.
Ich bin eins mit der QUELLE DER LIEBE.
Ich muss nichts mehr werden.
In der Liebe bin ich bei mir und das ist genug.
Ich gebe mein Leben und meine Bewusstsein dem Strom der Liebe hin und lasse die Verwandlung geschehen.
Ich öffne mich für die Heilung.
Alles was war, ist gut, wie es war. Die Vergangenheit ist vorbei.
Meine Geschichte habe ich gebraucht um mich zu erinnern und wach zu werden!
Jetzt bin ich bereit!
Ich öffne mich für ein neues Leben.
Es geht mir in jeder Beziehung und in jedem Lebensbereich von Tag zu Tag besser.

Die Liebe aus dem Ursprung gibt mir alles, was ich brauche.
Ich bin im Fluss mit der Weisheit der Liebe.
Was auch immer nicht im Fluss ist, wird mir zum Loslassen geschickt… Ich habe mich für die Liebe entschieden!
Mit Freude und Gelassenheit sehe ich neuen Abenteuern des Lebens entgegen.


Auszug aus:
„Loslassen!
Der Pfad des lebendigen Geistes“
von Markus Langholf


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Bild von Aggrofrosch: Der Weg I

Donnerstag, 23. September 2010

Planet der Oberfläche



„Oben – an der Oberfläche dieses Planeten ist es einsam und kalt.

Ich kann gar nicht mehr sagen, wie ich dort hin geraten bin oder warum ich immer wieder dort lande. Es ist, als würde man mich auf einen Planeten ohne Liebe und Wärme aussetzen; grad so, als würde es dort gar keine anderen menschlichen Wesen geben.
Und da ich mich so furchtbar einsam fühle, verliere ich mich selber… weil ich aus mir selber „ausziehe“ und mich aufmache, in der endlosen Weite dieses kühlen Planeten nach warmen, liebevollen Lebewesen zu suchen. Doch je länger ich auf der Suche bin, umso mehr vergesse ich mich selbst. So einsam und allein ich mich fühle, so sehr habe ich mich auch selbst verlassen.“



"So etwas gab es bei uns früher nicht!"

"Wart ihr denn damals immer mit euch selbst verbunden? Oder haben wir uns heute nur so sehr an die Hoffnung geklammert, jemanden zu finden, der uns Liebe und Wärme schenkt?
Ist euch denn nicht furchtbar kalt auf diesem Planeten der eisigen Ewigkeit oder halten wir uns alle nur durch das Jagen nach einem menschlichen Pendant selber auf Temperatur?"


"Erst durch Mitgefühl entsteht Wärme;
durch Anteilnahme entsteht Verbundenheit;
durch Annahme entsteht Liebe. "



Für viele Menschen scheint es eine große Anstrengung zu sein, freundlichen und liebevollen Umgang mit ihren Mitmenschen zu pflegen. Es braucht dafür schon eine gewisse Aufmerksamkeit und vor allem offene Herzlichkeit.
Sich zu verschließen scheint dagegen weniger anstrengend zu sein.
Wir tollen lieber doch lieber herum, manchmal wie junge Hunde und wollen unseren emotionalen Hunger befriedigen. Einer eventuell notwendige Abstinenz oder der Beschneidung des Auslebens unserer körperlichen Triebe und Grundbedürfnisse würden wir als eine Art Bedrohung unserer Existenz empfinden.

Doch genau darin unterscheidet wir Menschen uns von allen anderen Existenzen:
Wir sind als einziges Lebewesen in der Lage, uns geistig/spirituell zu entwickeln - auf Gotteserkenntnis hin zu entwickeln. Niemand sonst auf unserem Planeten ist dazu befähigt.
Und da wir allein diese besondere „Gabe“ besitzen, sollte diese nun nicht als bloße Möglichkeit der „geistiger Befriedigung unseres Egos“ genutzt werden, sondern auf die Erfüllung und das höchste Stadium unserer menschlichen Entwicklung hin angewendet werden.


Dieser auf der Oberfläche „unbeseelte“ Planet leidet darunter, dass das Bewusstseinsniveau der meisten Bewohner, trotz weltweitem Informationsfluß durch die Medien und das Internet, immer noch auf den untersten Stufen des Überlebenstriebes verhaftet bleibt, trotz aller Versuche, sich zu zivilisieren.

Viele Menschen leben zu einem großen Teil außerhalb ihres Selbst.
Sie sind ausgezogen, um sich in der Außenwelt auf die Suche nach Wohlstand und Glück zu machen. Viele laufen mit fiebrig glänzenden Augen, seelenarm und oft ohne Mitgefühl, umher, - fahrend, fliegend und reisend unterwegs auf der Oberfläche dieses Planetens und ihres Lebens, niemals bei sich selbst ankommend, nur suchend nach den Befriedigungen ihrer Bedürfnisse in Gestalt von Beruf/Geld/Karriere/Sexpartner/Familie/Kinder/Konsum/Luxus/Urlaub/Alkohol/Drogen ect. oder auch alles zusammen.
"Dabei treffen viele Seelenlose auf andere Seelenlose, die genauso auch aus sich selbst auszogen und deshalb ohne Seele sind. Diese Seelenlosen tun sich dann zusammen, weil sie sich gleich fühlen, und so erfahren nun zu zweit diese Kälte und Lieblosigkeit auf diesem unbewohnten, seelenlosen Planten. "

Wen wundert es da noch, dass wir beim Aufeinandertreffen weiterhin das Gefühl haben, allein zu sein, zu frieren, nicht angekommen zu sein?

Doch nicht alle Menschen sind vollständig ausgezogen; es gibt doch tatsächlich einige unter vielen, die sich ihrer reichen Seele bewusst sind.
Und auch sie machen sich auf, einen Partner, ihren Seelenpartner zu finden.

"Ich weiß nicht, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, einen solchen Partner oder eine Partnerin zu finden. Ich weiß nur, wie gering die Wahrscheinlichkeit ist, bei „sich selbst zu bleiben“, vollständig zu sein und dann auf jemanden zu treffen, der genauso beseelt ist, ganzheitlich lebt und mir „vollem Gepäck“ sein Leben angeht."

Man kann es am Anfang schon als mühsam betrachten, sich selbst mit Körper, Geist und Seele "bei sich" zu behalten, bei Schritt und Tritt mitzunehmen, zu bejahen, zu lieben und authentisch zu leben. Aber mit der Zeit wird es immer selbstverständlicher und leichter, weil dieses Sein unser Wahres Sein ist. Doch spät erst verschwindet dann auch die große Versuchung, einen Teil unseres ungeliebten Ballasts einfach auf unserem Weg durch die Welt in einer dunklen Ecke zu vergessen, abzuwerfen, stehen zu lassen, zu verleugnen, zu verdammen - - - bis in alle Ewigkeit - - - aber eher doch nur bis zu dem Tag, an dem wir auf etwas treffen, dass uns erinnert, uns auf unsere ungelösten, blinden Flecke in unserem Dasein hinweist, und wir dabei dann doch wieder über unser stehen gelassenes Gepäck stolpern. Allerspätestens, wenn wir versuchen, durch unser Seelentor hindurch unserem Glück entgegen zu gehen.


"Das, was in unserer Welt „auf dem Planten der Oberfläche“ passiert, erscheint mir wie ein Spiel, in dem die, die aus sich selbst ausgezogen sind, um das Glück zu suchen, wie Kinder in ein Spiel mit Puppen, Spielzeugautos oder sind heutzutage in ein Spiel der Computervirtualität eingezogen sind, und so das wirkliche, beseelte und liebenswerte Leben nicht mehr auffinden können. "

Wenn die Menschen endlich wieder zu sich selbst zurückfinden, vereinen sie sich auch wieder mit ihrer Seele.“

Erst in dieser neugewonnenen und doch "alten" Ganzheitlichkeit ist es möglich, sich mit anderen Seelen zusammen zu tun. Dann würde auch das Gefühl der Nächstenliebe und der Zusammengehörigkeit wieder aufleben, und wir würden uns zu einem starken Volk entwickeln.
Und in solch einem gesunden Kollektiv wäre es dann auch wieder möglich, bereits vorhandene Schäden an Tierwelt, Natur und Umwelt in unserem Lebensraum zu reparieren und den Planeten Oberfläche bis in seine Tiefen zu heilen.
So, wie uns selbst

Denn wenn der Mensch wieder heil ist, kann auch die Umwelt wieder genesen.
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Stephan. J. Richter photograpiert von David Sunderhauf