Montag, 25. Oktober 2010

Wir sind alle Gottes Kinder



Wer vermag zu erklären, was „Glauben" bedeutet?
Wer ist in der Lage, über Gott zu sprechen?
Wer ist jemals zurückgekommen, um uns von einem Leben nach dem Tode zu berichten?

Innerhalb dieser Ungewissheit über uns selbst und über Gott
zu einem wahrhaften Glauben zu finden, gelingt nur sehr wenigen.
Denn Gott ist aus der Mode gekommen.
Er ist weder „hipp“ noch „trendy“, noch trägt Er Prada …

Dennoch ist Er der Einzige, der „über allem" steht.

Auch die Kirchen sind heute nicht mehr in der Lage, uns einen Glauben zu vermitteln, der sowohl Gottes Existenz als auch den globalen, menschlichen Wahnsinn erklärt oder unter einen Hut zu bringt.

Und wieder ist Er, Gott der „Hut“, in dem sich alles abspielt und in dem sich alles befindet.


Warum ist es unmöglich, über Gott zu reden, IHN zu beschreiben?
Antwort: Weil Er nicht materiell ist!

Er ist keine Wesenheit, kein Jemand, worüber etwas zu berichten ein Mensch in der Lage wäre. Einzig derjenige, der Ihn in seinem eigenen Inneren spürt – wahrnimmt -,
weiss, wie es sich anfühlt, sich Seiner gewahr zu sein.
Und genau hier beginnt das Unverständnis; und genau hier beginnt auch das Unvermögen über das, was Er „ist“, was Er „tut“, zu berichten.

Frage: Wie aber werde ich Seiner gewahr?
Wie kann ich an so etwas scheinbar Obskures glauben?
Woran erkenne ich, dass ich nicht etwa spinne, verrückt geworden bin, sondern mir nur bewusst darüber geworden bin, dass es noch etwas anderes zwischen Himmel und Erde gibt, außer der materiellen Außenwelt?

Die Antwort darauf ist:
Indem ich beginne, mein Leben auf Ihn auszurichten!

Bereits hier hört der „Weg" für die meisten auf, weil ohne Glauben keine Ausrichtung auf Gott möglich ist. Dennoch beginnt „es“ hier.

Unser gesamtes Leben ist der Weg zu Ihm, dient der Erkenntnis des „Göttlichen“.
(Unser Fehler, dass wir Ausdrücke so falsch belegen, dass wir ständig an Ihm vorbeilaufen, ohne Ihn zu erkennen...)

Ein Mensch, der Gott liebt, wird diesen Weg gehen, weil er es WILL; er wird keine Arbeit und keine Mühsal scheuen, um seiner „gewahr“ zu werden.
Einzig Deine Entscheidung hierfür ist notwendig.

Ich erlebe sehr häufig, dass Menschen sich von mir abwenden, wenn ich beginne, von Gott zu reden oder zu schreiben. Es ist verständlich, dass jemand, der noch an das Glück im Materiellen glaubt, nicht in der Lage ist, sich dem Wirken Gottes hinzugeben und sich seinem eigenen Inneren zuzuwenden. Doch eben dort beginnt der Weg; der Weg des Glaubens, der Liebe und der Hoffnung auf all das, was Göttlich ist und auf all das, was von Gott bereits vor Ewigkeiten in uns eingepflanzt wurde.

Unverständlich und unerreichbar erscheint vielen dieser Weg zu Gott, weil es keinen Universalweg gibt, keinen ausgetretenen Pfad, dem wir nur zu folgen brauchen.


Dennoch ist der erste Schritt einfach, auch wenn es auf den ersten Blick nicht so scheint.

Beginne damit, in Deinem Inneren deine Schmerzpunkte zu entlarven.
Finde heraus, warum Dir etwas (seelische) Schmerzen bereitet und woher diese Schwachstelle stammt. Grabe den Schmerzpunkt aus und heile ihn durch Dein Verständnis Dir selbst gegenüber. Vergebe Dir Deine Schwächen, vergib den anderen und lasse dann los.
Wenn Du Hilfe dazu brauchst, bitte Gott darum.

Dein Leben dient Dir dazu, zu verstehen, zu vergeben und zu vergessen (loszulassen).

Dann...

kannst Du beginnen zu lieben…
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Bild von scbaily: Ponder

Montag, 18. Oktober 2010

Nur eine Liebe




Ich gehe auf in dieser einen Liebe, die unendlich ist,
die so groß ist, dass niemand sie umfassen kann,
die so unsichtbar ist und so unschaubar wie Gott.

So beschränke ich mich nicht im Lieben;
ich liebe, was ich sehe, fühle und höre,
und vor allem das, was ich nicht wahrnehmen kann,
so wie den Ursprung der Liebe…

Ich öffne mich, um mich zu lösen von allem,
was NICHT Liebe ist!
Denn was soll ich tun mit Dingen,
die nicht unendlich sind,
und mir wie Sand durch die Finger rinnen?

Liebe ist etwas anderes als ein Mensch oder ein Ding;
sie ist so leicht und erhebend und strahlend,
und nimmt alles von Dir fort,
was Dich bedrückt.
Liebe nimmt Dir alles, was nicht liebenswert ist,
und gibt Dir das,
was Dich selbst frei und „zur Liebe!“ macht.

Liebe ist:
die Freiheit von allem,
ein Gefühl der Unendlichkeit in Deinem Herzen.

Liebe ist:
Leichtigkeit im Leben,
ein Gefühl, „getragen zu sein“, ohne den Träger zu sehen.

Liebe ist:
selbstvergessene Hinwendung,
eine unendliche Ausdehnung im Inneren.
Liebe ist ohne Ziel, ohne wünschen, ohne Erwartung;
sie ist einfach da.

Weil ich mich selbst der Liebe hingegeben habe,
und nicht anderes wünsche, als dies.

Dienstag, 28. September 2010

Loslassen - Der Pfad des lebendigen Geistes


Ich lasse los….

…die Angst, dass es in meinem Herzen etwas gibt, das keine Liebe verdient hat…

…die Entscheidung, die Liebe, die ich bin, nicht mehr anzuschauen…
…die Entscheidung, mein Herz zu verschließen, um kein Außenseiter zu sein…
…die Angst, ausgelacht und gedemütigt zu werden, wenn ich mein Herz öffne…
…die Gewohnheit, meine Liebe an Bedingungen zu knüpfen und sie berechnend einzusetzen…
…die Angst, meine gesellschaftliche Position zu verlieren und verfolgt zu werden, wenn ich mein Herz öffne…
…die Angst, das Gesicht zu verlieren…
…den Wunsch, überlegen und kontrolliert zu bleiben…
…mich vor mir selbst und anderen zu verstellen, und eine Rolle zu spielen…
…die Angst, von Gott für meine Fehler bestraft zu werden…
…die Angst, Fehler begangen zu haben, die nie wieder gut gemacht werden können…
…Neid auf andere Menschen und den Wunsch, sie zu bekämpfen um mich selbst in eine bessere Position zu versetzen…
…meinen Neid nicht wahrhaben zu wollen und zu verleugnen…
…die Entscheidungen, mich selbst für alte Fehler anzuklagen und zu verurteilen…
…die Programmierung, dass Selbstbestrafung rein macht…
…die Programmierungen, Entscheidungen, Schwüre und Gelübde, mein Leben aufzuopfern und fremdes Leid zu meinem eigenen zu machen, weil ich glaubte, nur so Jesus Christus folgen zu können…
…den Wunsch, Märtyrer zu sein, um CHRISTUS außerhalb des Körpers im Tode folgen zu können…
…die Programmierung, dass meine Seele sterben muss wie JESUS, wenn ich GOTT finden will…
…die Schuldgefühle, in meinen Beziehungen zu anderen Menschen das Gesetz der Liebe verletzt zu haben…
...die Angst, bestraft zu werden, wenn ich um Vergebung bitte und die Überzeugung, Strafe verdient zu haben…
…die Entscheidungen, nie mehr Vergebung zu akzeptieren, um mich an alte Fehler zu erinnern…
…mir selbst zu misstrauen und zu bezweifeln, ob ich aus früheren Irrtümern gelernt habe…
….die Angst, von der bedingungslosenLiebe nicht getragen zu werden und mich um meine Existenz zu sorgen, wenn ich mich entscheide, der Liebe zu folgen…
…die Gewohnheit, andere Menschen zu kritisieren, zu verurteilen und nur ihre Schattenseiten zu sehen…
…meinen falschen Stolz und mein Ego nicht wahrhaben zu wollen und meine Schattenseiten auf andere Menschen zu projizieren…
… auf die Einsicht und Vergebung anderer Menschen zu warten, anstatt selbst den ersten Schritt zu machen…
…alle Entscheidungen aus meiner Seelengeschichte, GOTT außerhalb meines eigenen Herzen in Bücher und Kirchen zu suchen…
…Trauer und Müdigkeit, IHN nicht gefunden zu haben…
…Angst, dass GOTT der alte strafende Vatergott des Patriarchats ist…
…alle Pakte, Übereinkünfte und Entscheidungen, dieser strafenden Gottesvorstellung Macht zu geben, ihr zu dienen und/oder sie zu bekämpfen…
…Hass, Wut, Ärger auf GOTT für alles, was in seinem Namen auf der Erde geschehen ist…
…die Programmierung, dass GOTT grausam ist und die Menschheit ihn zu Recht veregssen hat…
…die Programmierung, dass das Geisteige eine Illusion ist und das nur das Materielle wahr ist…
…die Verzweiflung, Hoffnungslosigkeit und Verwirrung, GOTT (ALLES, WAS IST) verlassen und durch die Polarisierung meines Bewusstseins vergessen zu haben…
…alle Entscheidungen, den Schmerz der Trennung von ALLEM, WAS IST (GOTT) nicht mehr fühlen zu wollen…
…die Entscheidungen, mein Herzzentrum zu verschließen und mich nicht mehr an ALLES, WAS Ist (GOTT) erinnern zu wollen…
…mein Herz zu verschließen und Gott nicht mehr zu lieben, um mich nicht erinnern zu müssen und auf der Erde nicht verrückt zu werden…
… die Sehnsucht nach der QUELLE MEINER SEELE (GOTT) zu vergessen, zu verdrängen, zu bekämpfen und zu unterdrücken...

POSITIVE AFFIRMATIONEN

Ich entscheide mich, mein Herz zu öffnen.
Wie die Blüte zur Sonne öffne ich mit jedem Atemzug mein Herz weiter, um zu lieben.
Ich bin Liebe. Liebe ist meine wahre Identität.
Ich vergebe mir meinen Kampf gegen mich selbst.
Ich vergebe mir meine Unwissenheit in der Polarität.
Meine Sehnsucht, nach Hause zu kommen, ist GOTTES RUF nach sich selbst.
Ich bin gemeint. Die Zeit ist reif.
Ich bitte alle Menschen um Vergebung, von denen ich die Liebe erwartet habe, die ich mir selbst nicht geben wollte.
Ich bin eins mit der QUELLE DER LIEBE.
Ich muss nichts mehr werden.
In der Liebe bin ich bei mir und das ist genug.
Ich gebe mein Leben und meine Bewusstsein dem Strom der Liebe hin und lasse die Verwandlung geschehen.
Ich öffne mich für die Heilung.
Alles was war, ist gut, wie es war. Die Vergangenheit ist vorbei.
Meine Geschichte habe ich gebraucht um mich zu erinnern und wach zu werden!
Jetzt bin ich bereit!
Ich öffne mich für ein neues Leben.
Es geht mir in jeder Beziehung und in jedem Lebensbereich von Tag zu Tag besser.

Die Liebe aus dem Ursprung gibt mir alles, was ich brauche.
Ich bin im Fluss mit der Weisheit der Liebe.
Was auch immer nicht im Fluss ist, wird mir zum Loslassen geschickt… Ich habe mich für die Liebe entschieden!
Mit Freude und Gelassenheit sehe ich neuen Abenteuern des Lebens entgegen.


Auszug aus:
„Loslassen!
Der Pfad des lebendigen Geistes“
von Markus Langholf


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Bild von Aggrofrosch: Der Weg I

Donnerstag, 23. September 2010

Planet der Oberfläche



„Oben – an der Oberfläche dieses Planeten ist es einsam und kalt.

Ich kann gar nicht mehr sagen, wie ich dort hin geraten bin oder warum ich immer wieder dort lande. Es ist, als würde man mich auf einen Planeten ohne Liebe und Wärme aussetzen; grad so, als würde es dort gar keine anderen menschlichen Wesen geben.
Und da ich mich so furchtbar einsam fühle, verliere ich mich selber… weil ich aus mir selber „ausziehe“ und mich aufmache, in der endlosen Weite dieses kühlen Planeten nach warmen, liebevollen Lebewesen zu suchen. Doch je länger ich auf der Suche bin, umso mehr vergesse ich mich selbst. So einsam und allein ich mich fühle, so sehr habe ich mich auch selbst verlassen.“



"So etwas gab es bei uns früher nicht!"

"Wart ihr denn damals immer mit euch selbst verbunden? Oder haben wir uns heute nur so sehr an die Hoffnung geklammert, jemanden zu finden, der uns Liebe und Wärme schenkt?
Ist euch denn nicht furchtbar kalt auf diesem Planeten der eisigen Ewigkeit oder halten wir uns alle nur durch das Jagen nach einem menschlichen Pendant selber auf Temperatur?"


"Erst durch Mitgefühl entsteht Wärme;
durch Anteilnahme entsteht Verbundenheit;
durch Annahme entsteht Liebe. "



Für viele Menschen scheint es eine große Anstrengung zu sein, freundlichen und liebevollen Umgang mit ihren Mitmenschen zu pflegen. Es braucht dafür schon eine gewisse Aufmerksamkeit und vor allem offene Herzlichkeit.
Sich zu verschließen scheint dagegen weniger anstrengend zu sein.
Wir tollen lieber doch lieber herum, manchmal wie junge Hunde und wollen unseren emotionalen Hunger befriedigen. Einer eventuell notwendige Abstinenz oder der Beschneidung des Auslebens unserer körperlichen Triebe und Grundbedürfnisse würden wir als eine Art Bedrohung unserer Existenz empfinden.

Doch genau darin unterscheidet wir Menschen uns von allen anderen Existenzen:
Wir sind als einziges Lebewesen in der Lage, uns geistig/spirituell zu entwickeln - auf Gotteserkenntnis hin zu entwickeln. Niemand sonst auf unserem Planeten ist dazu befähigt.
Und da wir allein diese besondere „Gabe“ besitzen, sollte diese nun nicht als bloße Möglichkeit der „geistiger Befriedigung unseres Egos“ genutzt werden, sondern auf die Erfüllung und das höchste Stadium unserer menschlichen Entwicklung hin angewendet werden.


Dieser auf der Oberfläche „unbeseelte“ Planet leidet darunter, dass das Bewusstseinsniveau der meisten Bewohner, trotz weltweitem Informationsfluß durch die Medien und das Internet, immer noch auf den untersten Stufen des Überlebenstriebes verhaftet bleibt, trotz aller Versuche, sich zu zivilisieren.

Viele Menschen leben zu einem großen Teil außerhalb ihres Selbst.
Sie sind ausgezogen, um sich in der Außenwelt auf die Suche nach Wohlstand und Glück zu machen. Viele laufen mit fiebrig glänzenden Augen, seelenarm und oft ohne Mitgefühl, umher, - fahrend, fliegend und reisend unterwegs auf der Oberfläche dieses Planetens und ihres Lebens, niemals bei sich selbst ankommend, nur suchend nach den Befriedigungen ihrer Bedürfnisse in Gestalt von Beruf/Geld/Karriere/Sexpartner/Familie/Kinder/Konsum/Luxus/Urlaub/Alkohol/Drogen ect. oder auch alles zusammen.
"Dabei treffen viele Seelenlose auf andere Seelenlose, die genauso auch aus sich selbst auszogen und deshalb ohne Seele sind. Diese Seelenlosen tun sich dann zusammen, weil sie sich gleich fühlen, und so erfahren nun zu zweit diese Kälte und Lieblosigkeit auf diesem unbewohnten, seelenlosen Planten. "

Wen wundert es da noch, dass wir beim Aufeinandertreffen weiterhin das Gefühl haben, allein zu sein, zu frieren, nicht angekommen zu sein?

Doch nicht alle Menschen sind vollständig ausgezogen; es gibt doch tatsächlich einige unter vielen, die sich ihrer reichen Seele bewusst sind.
Und auch sie machen sich auf, einen Partner, ihren Seelenpartner zu finden.

"Ich weiß nicht, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, einen solchen Partner oder eine Partnerin zu finden. Ich weiß nur, wie gering die Wahrscheinlichkeit ist, bei „sich selbst zu bleiben“, vollständig zu sein und dann auf jemanden zu treffen, der genauso beseelt ist, ganzheitlich lebt und mir „vollem Gepäck“ sein Leben angeht."

Man kann es am Anfang schon als mühsam betrachten, sich selbst mit Körper, Geist und Seele "bei sich" zu behalten, bei Schritt und Tritt mitzunehmen, zu bejahen, zu lieben und authentisch zu leben. Aber mit der Zeit wird es immer selbstverständlicher und leichter, weil dieses Sein unser Wahres Sein ist. Doch spät erst verschwindet dann auch die große Versuchung, einen Teil unseres ungeliebten Ballasts einfach auf unserem Weg durch die Welt in einer dunklen Ecke zu vergessen, abzuwerfen, stehen zu lassen, zu verleugnen, zu verdammen - - - bis in alle Ewigkeit - - - aber eher doch nur bis zu dem Tag, an dem wir auf etwas treffen, dass uns erinnert, uns auf unsere ungelösten, blinden Flecke in unserem Dasein hinweist, und wir dabei dann doch wieder über unser stehen gelassenes Gepäck stolpern. Allerspätestens, wenn wir versuchen, durch unser Seelentor hindurch unserem Glück entgegen zu gehen.


"Das, was in unserer Welt „auf dem Planten der Oberfläche“ passiert, erscheint mir wie ein Spiel, in dem die, die aus sich selbst ausgezogen sind, um das Glück zu suchen, wie Kinder in ein Spiel mit Puppen, Spielzeugautos oder sind heutzutage in ein Spiel der Computervirtualität eingezogen sind, und so das wirkliche, beseelte und liebenswerte Leben nicht mehr auffinden können. "

Wenn die Menschen endlich wieder zu sich selbst zurückfinden, vereinen sie sich auch wieder mit ihrer Seele.“

Erst in dieser neugewonnenen und doch "alten" Ganzheitlichkeit ist es möglich, sich mit anderen Seelen zusammen zu tun. Dann würde auch das Gefühl der Nächstenliebe und der Zusammengehörigkeit wieder aufleben, und wir würden uns zu einem starken Volk entwickeln.
Und in solch einem gesunden Kollektiv wäre es dann auch wieder möglich, bereits vorhandene Schäden an Tierwelt, Natur und Umwelt in unserem Lebensraum zu reparieren und den Planeten Oberfläche bis in seine Tiefen zu heilen.
So, wie uns selbst

Denn wenn der Mensch wieder heil ist, kann auch die Umwelt wieder genesen.
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Stephan. J. Richter photograpiert von David Sunderhauf

Donnerstag, 12. August 2010

Was Ich will





Ich scheine genau das zu wollen, was ich tue,
– das Dilemma ist nur, dass ich nicht verstehe, was das für mich bedeutet.

Manchmal betrachte ich Ereignisse in meinem Leben als unerwünscht, weil ich die dabei aufkommenden Gefühle nicht mag.
Doch übersehe ich dabei, dass ich doch selber der Urheber meiner persönlichen Umstände bin.

„Ich kann eben nicht aus meiner Haut“.
Ein Umstand, dem ich verdanke, dass ich mich auf eine Weise verhalte, die ausschlaggebend ist für meinen eigenen Erlebniskosmos.

Ich kann genau beobachten, wie ich der Autor meiner Lebensgeschichte bin, weil ich die einen Dinge als positiv und stimmig annehme und die unpassenden als negativ bewertet ablehne. So schreibe ich nicht nur „meine Geschichte“, sondern bin auch noch der Zuschauer auf der Tribüne, lache und leide mit der Hauptdarstellerin, mit der ich mich so gut identifizieren kann. Wie im Kino oder im Theater - mich selbst spielend und gleichzeitig beobachtend – ich bin eine Schauspielfigur und parallel der Zuschauer, eine Rolle spielend, einstudiert nach festgelegtem Drehbuch, welches … wer … schrieb?

Diese „programmierten Handlungen“ können doch umso mehr mit Gleichmut betrachtet werden, wenn auch klarer wird, dass die bestimmten Reaktionen nur bestimmten angelernten Mustern folgen. Das geht genau so lange weiter, wie die emotionalen Antriebe dafür noch vorhanden sind und/oder weiter gespeist werden.

Das Gefühl der Spielfigur erscheint manchmal so klar und sogar auch absurd, wenn man im gleichen Moment das Spiel durch schaut, in dem es stattfindet. Die Urheberschaft wird so deutlich, dass der „rote Faden“ des Spiels abreisst oder die Handlung ihre „emotionale Ladung“ verliert. In diesen Momenten kann ein Miteinander ohne antreibende Muster möglich werden. Oftmals aber kann das Spiel nur unverändert fortgesetzt werden, weil eine plötzliche Änderung der Spielregeln durch die Teilnahme unbewusster Personen leider unmöglich ist.
In solchen Momenten kann für einen bewussten Menschen die entsprechende Szene im Leben noch surrealer erscheinen.
Dennoch wird sich durch die Klarheit EINES Menschen die „Atmosphäre“ der Situation zum Positiven verändern.

Das interessanteste an dem Durchschauen der Lebenssituationen ist, dass man „selber“ nichts von alldem inszenieren kann, weil erst duch die Distanz zur persönlichen Verantwortung für die Handlung- das Loslassen - das Erkennen der Wahrheit ermöglicht.

Das oben Geschriebene mag für den einen oder anderen womöglich sehr abstrakt klingen, aber vielleicht erklärt die Redensart: „neben sich stehen“ etwas besser, was ich darstellen möchte. Bleibt aber dann noch immer die Frage, wer neben wem steht, oder welches die „richtige“ Seite ist, auf der man stehen solle.






Doch je öfter diese teilweise als skurril empfundenen Situationen auftreten, umso klarer wird die Bedeutung, die dahinter steht:
Nämlich dass der Mensch den größten Teil seines Lebens durch seine Reaktionsmuster gesteuert durch das Leben geht.
Wie in einem Film, in dem der Weg beschrieben wird, während man ihn geht.


Aber:
Wer will diese Wahrheit wirklich wissen?
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Bild von Zeppelin: "Kleinkunst"

Donnerstag, 1. Juli 2010

Im Land des Vergessens





„Ich träumte, dass ich fliegen konnte und flog über das Dorf, in dem ich lebte. Ich fühlte mich frei und schwerelos, völlig unbefangen und bar jedem Leid.
Ich war eine Königin des Himmels und schwebte frei in der Luft wie ein Vogel. Nichts war geblieben von menschlichem Mühen und Pflichten – nur das Fliegen war da, und „Ich“, die flog…“

In meiner Kindheit hatte ich oft diesen Traum und ich lebte oft völlig selbstvergessen, wie es eben nur Kinder können.

Damals wusste ich genau, wann ich wach war.
Und wenn ich wach war, konnte ich nicht mehr fliegen…
Heute weiß ich nicht einmal mehr, wann ich träume und wann ich „wach“ bin…

Wenn ich morgens von meinem Wecker geweckt wurde, stellt sich eine „reale“ Welt für mich dar, in der ich mich dennoch immer mehr als Träumer wähne. Das, was ich um mich herum sehe, wahrnehme und erlebe, kann ich oftmals nicht mehr für „wahr“ halten. Und dennoch erscheint es realistisch. Doch welches ist der Traum, wann weiß ich, dass ich schlafe und wann bin ich wach?

So viele Bücher habe ich gelesen von Erwachten, Erleuchteten und weisen Menschen; so viele Texte gelesen, in denen ich immer wieder eine Art von Traumland entdeckte, und mich selbst manchmal beim Lesen in diesem Land wähnte. Auf der anderen Seite habe ich auch so viele schlimme Nachrichten im Fernsehen gesehen, bei denen ich dann immer dachte, auch das KANN nur ein Traum sein, aber ein Alptraum. Meistens schalte ich den Apparat dann ab, und wenn ich mich dann schlafen lege, wird auch mein eigenes „Fern-sehen“ ausgeschaltet und ich drifte wieder in einen anderen Traum … aber wohin „gehe“ ich wirklich – was ist denn wirklich „wirklich“?

Traum oder Realität?

Irgendwo las ich mal die Äußerung, dass das Gehirn uns „Dinge“ aufzeigt, die aber in Wirklichkeit gar nicht existieren, sondern dass unser Gehirn aus dem Äther (oder woher auch immer) seine Impulse bekommt… Klingt im ersten Moment richtig interessant und spannend, aber im zweiten Moment fragte ich mich dann: „Welches Gehirn denn…???

Und wieder wusste ich nicht, wovon die Rede war, konnte nicht sehen, ob es ein Traum ist oder die Realität.
Dann wurde gesagt, Gott selbst träume uns nur, uns gebe es gar nicht…!?
Okay…. dann spricht, spielt und arbeitet Gott also die ganze Zeit mit sich selbst...?!
Oder sind wir doch nur Geistwesen, und daher der Traum vom Fliegen…?


All meine Fragen werden wohl zu „Erdenzeiten“ nicht beantwortet werden.
Die einzige Antwort, die mir wieder einfällt ist:
Ja, alles ist richtig und falsch, und falsch ist auch richtig.
Ich „glaube“, in unserem menschlichen Dasein können wir die Bandbreite und Höhe der Existenz, Gott, des All-Eins nicht wahrnehmen, nicht einmal erahnen.

Auch viele gut-gemeinte Ratschläge hörte ich in meinem Leben; viele Hinweise darauf, was ich tun solle, wie ich denken solle, wer dieses „Ich“ sei und was Es nicht sei;
aber alles, was der Mensch sagt oder denkt, kann dem "Kern" nicht einmal nahe kommen…

Ich kann lange mein Ego beobachten, und treffe immer auf die gleiche Type…
Ich kann mich fragen, wer ich bin, und treffe auf die gleiche Type…
Ich kann den „Channelern“ zuhören und den Weisen lauschen, es lauscht immer nur die gleiche Type….

Eine Zeitlang dachte ich, ich hätte mich „ganz schön weit entwickelt – spirituell und so…
Interessanterweise war es aber so – je mehr ich verstanden habe, von all dieser Spiritualität, und je mehr ich scheinbar verlor von meinem Ego- gehabe und meiner Egozentrik, bin ich mir selbst dennoch immer nur näher und näher gekommen ( – immer der gleichen Type!).

Diese Type tickt nun manchmal anders – diese Type hat etwas gelernt aus den ganzen Jahren des Selbststudiums, reflektiert nun anders, aber reagiert oftmals noch genauso wie die alte Type nach alten Mustern.
Aber diese Type ist sich dessen nun bewusst.
Jetzt bin ich mir dieser Fernsteuerung und meines eigenen Funktionierens gewahr!

Manchmal versuche ich dann immer noch, mir selber Einhalt zu gebieten,
weil ICH (= Gehirn) dann denke, eigentlich will ich das da nicht, was ich gerade tue oder fühle – ich bin doch ganz anders… (immer dieselbe Type!!), …äh, möchte gerne anders sein…
Aber ich versuche nicht mehr so lange und nicht mehr so häufig einzugreifen, weil es eh nichts ändert, …und siehe da, je weniger ich versuche, mich zu ändern, umso mehr fallen diese automatischen Muster ab, beherrschen mich nicht mehr länger.

Und wie sieht nun (einer) unser(er)Tra(ä)um(e) aus? ---- sieht doof aus, der Satz, ich weiß, aber genauso verschachtelt ist das alles ----

Ein Traum ist, dass wir denken, dass wir anders sind, als wir gerade sind.
Wenn wir uns als Beispiel die Pflanzen anschauen, sehen wir bei ihnen verschiedene Wachstumsstadien – und genauso ist es auch bei uns. Nur dass bei uns nach dem Wachstum des menschlichen Körpers das Wachstum des Geistes fortschreiten sollte, …was leider viele Menschen mit der Steigerung der Intellektualität, des reinen Wissens, verwechseln.

Der Geist entwickelt sich zwar auch durch Hilfe von Wissen, aber er häuft Wissen nicht an, sondern er wird weise, das ist wohl der größte Unterschied.
Solange wir noch in unzähligen Träumen verwickelt sind und auch von ihnen durchwoben, gibt es noch „viel zu verstehen“. Dabei erstaunt mich persönlich am meisten, wie sehr mein Verstand mich verwirren kann aber auch gleichzeitig der größte Rechenspezialist ist, der mir hilft, meine Erkenntnisse zum Durchbruch zu bringen.
Und das mache ich am liebsten, wenn ich hellwach bin – auch wenn ich immer noch davon träume, herauszufinden, wer ich wohl in "Wirklichkeit" bin.

Montag, 28. Juni 2010

Der Sog des Daseins




Kürzlich las ich über emotionalen Schmerz und dem Versuch, ihm auszuweichen. Desweiteren las ich in einem Buch über eine Diskussion, was das Leiden überhaupt sei.

Einer sagte in diesem Buch: „Leiden ist der Hunger nach dem, was man nicht hat.“
Ein Anderer war der Meinung: „Das „Durchgehen“ durch das Leiden macht einen Menschen erst seelisch stark.“
Ein Dritter: „Leiden ist ein Zeichen von Schwäche“
Und als letztes äußerte ein Teilnehmer die Meinung, dass man „an der Liebe zu Gott“ leide.

Aber: was ist das Leiden wirklich?
Und: können wir es wirklich vermeiden, es umgehen?
Und was macht das Leid mit uns, wenn es „uns heimsucht“?

Ein Thema unserer Weltgeschichte, unserer Evolution. Leid ist schon seit jeher ein ständiger Begleiter in unserem Dasein.

Zur näheren Betrachtung muss ich wieder beim Denken beginnen.
Meine eigene Interpretation eines Ereignisses ist ausschlaggebend dafür, wie ich eine Situation erlebe. Es ist richtig, dass das Denken immer erst „danach“ eintritt, indem ich ein Ereignis im Nachhinein nach meinen Maßstäben betrachte und bewerte. Erst dadurch benenne ich etwas als gut oder schlecht, angenehm oder schmerzhaft. Selbst, wenn ich mich völlig „klar“ und bewusst wähne, kann ein Ereignis mich augenblicklich überrollen und mich in meinen bewertenden Verstand ziehen, mich "unbewusst" machen – so dass ich den Zusammenhang im Großen (meiner Entwicklung und der Menschheit Entwicklung) aus den Augen verliere.

Doch auch wenn ich vom Intellekt her verstanden habe, dass eine Begebenheit ausschließlich aufgrund meiner persönlichen Muster und Programmierungen analysiert und bewertet wird, komme ich aus diesem Automatismus nicht heraus. Sobald das Leben mich herausfordert, stelle ich mich ihm – mit all meinen Instinkten, Reaktionsmustern und Verteidigungsstrategien; mit meinem Überlebenstrieb, meinem Revierverhalten und meinem Hunger nach Leben; mit meinem Glauben, meinem Sehnen und all meinen Wünschen, die ich zu verwirklichen trachte, … so lasse ich mich vom Leben in das Dasein als Mensch hineinziehen. Und als Mensch reagiere ich. Als junger Mensch sehr spontan und vielleicht rebellisch, als Mensch mittleren Alters mit Erfahrung und Weitblick, und als alter Mensch mit weiser Voraussicht.

Mensch sein heißt leiden und Schmerz empfinden, so wie Mensch sein auch genießen und lieben bedeutet.


Je mehr ich sehe, was mir blieb, und wenn ich den Rest von dem, was noch übrig war, (nachdem mir der größte Teil meiner Anhaftungsmöglichkeiten bereits auf anderem Wege „abhanden“ gekommen war), auch noch loslasse, umso besser kann ich erkennen, warum ich „hier“ bin. Und auch, dass ich immer noch an "Dingen" festhalte.

Manche sagen, dass Gott durch uns lebt, doch beim besten Willen finde ich NIEMANDEN, dem ich mich gegenüber stellen könnte, um zu fragen, was er durch mich wirken möchte. Andere sagen, wir haben Aufgaben zu erfüllen; doch stelle ich fest, dass es gleichgültig ist, was ich tue - irgendjemandem gefällt es immer nicht oder erst recht dann. Dritte meinen wiederum, es ist alles Zufall und niemanden schert’s, was hier auf Erden abgeht …

Doch ich meine, all das ist richtig und all das ist falsch. Es sind Meinungen, geboren aus Ansichten, Geschmacksfragen und Glaubensdogmen.

Leid und Schmerz ist nur die Trennung von Gott (was oder wer auch immer das ist…),
also die Trennung von Liebe, von Annahme.
Und sehr wohl tragen wir die Verantwortung für das, was wir tun, als auch dafür, was wir nicht tun und sogar dafür, was wir daraus lernen oder eben nicht. Schmerz ist ein Hinweis darauf, anzuhalten, innezuhalten; was beim körperlichen Schmerz oftmals sehr gut funktioniert. Aber, wenn es um seelische Pein geht… rennen wir munter weiter in die Irre und wundern uns, wenn sich unsere Ignoranz über unser Befinden dann auf andere Weise, vielleicht als Krankheit in unserem Körper festsetzt. Das, was wir nicht sehen wollen, stellt sich uns immer wieder in den Weg, zwingt uns zeitweise in die Knie und blickt uns fest in die Augen und sagt: „Halt ein, dies ist der falsche Weg, die falsche Sicht. Schaue tiefer! Lasse Dich ruhig umherwirbeln vom Sog des Lebens aber siehe dann, was es Dir gebracht hat. Lerne aus Deinen Erfahrungen, sei klug und aufmerksam. Betäube Dich nicht, um gefühllos zu werden. Fühle und spüre, was Es Dir sagen will!“

Entwicklung bedeutet, an uns selbst zu arbeiten, den Schmerz verstehen zu lernen, uns selbst nach Ursachen zu durchforsten und den Dingen auf den Grund zu gehen. Dafür kann man heutzutage auf allerlei Hilfen zurückgreifen. Siehe die zahlreichen Bücher und das Internet.

Was wir daraus machen, ist dann die Quintessenz unseres Lebens, das so einzigartig ist wie unser Fingerabdruck. Doch so sehr wir uns auch immer wieder in den Strudeln unseres Lebens umherwirbeln lassen, und auch mit dem Wissen, dass jedes Ereignis unserer Erkenntnis dient, sollten wir uns doch immer wieder aus diesem Sog zu befreien suchen und in den Tiefen unseres Daseins nach den Antworten auf die großen Fragen des Lebens suchen.

Der Sog unseres Daseins führt uns zuerst in schmerzhafte Tiefen des menschlichen Lebens.
Aber unser Verständnis sorgt dafür, das nachher nur mehr tiefes Schauen bleibt.