Mittwoch, 28. April 2010

Am Ende des Weges ... wartet die Liebe auf Dich





Du stehst am Ende des Weges, wenn Du siehst, dass alle anderen vorübergehen.

Nach außen hin mag es wie ein Stillstand aussehen, den man in unserer materiell ausgerichteten Welt zu verhindern sucht. Aber das Ende des Weges,
den Du hier „auf Erden“ beschreitest hat eine gänzlich andere Bedeutung.

Es ist das Ende des Leides.

Im „normalen Leben“ wird immer dem Glück, dem Geld und der Befriedigung seiner Wünsche hinterher gejagd. Von einem Urlaub zu nächsten, von einer Liebe zur anderen,
ewig auf der Suche nach Glück – nie ankommend.

Am Ende des Weges ist dennoch nur eines gefunden:
Dein Selbst.
Kein Geld, kein persönlicher Besitz, keine Wünsche in Erfüllung gegangen.


Aber vielleicht hast du ja am Ende des Weges die Liebe gefunden, nach der Du solange suchtest.
Eine Liebe, die selbst dort spürbar ist, wo Du sie am Wenigsten vermutet hast:
in den ungeliebten Dingen, in der Einsamkeit, in der Einöde,
in Deinen Widersachern, in den Dingen, vor denen Du glaubtest, Dich zu fürchten.
Schmerz, Hass und Angst werden nur aus deiner Ablehnung heraus geboren;
eine Ablehnung, die Dir noch oftmals nicht einmal bewusst ist.



„Kannst Du denen glauben, die Dir erklären möchten, wie die Realität tatsächlich beschaffen ist? Oder verteidigst Du eher Deinen Standpunkt, von dem Du Dich selbst überzeugt hast, weil Du dafür Begründungen und Ursachen vorweisen kannst?“

„Kannst Du denen vertrauen, die Dir sagen können, was eine Illusion ist, und die Dir damit Deine Weltsicht zerstören, oder wählst Du, weiter in der nebulösen Sicht von Maya leben, weil alle diese Welt verschleiert sehen und Du selbst auch nichts anderes kennst ?“

„Genügen Dir deine Freunde und Freundinnen, die Dir sagen, dass sie Dich lieben und was für ein Mensch Du in ihren Augen bist, oder willst Du Dich lieber in den „Augen Gottes“ gespiegelt sehen?“





"Gottes Welt" ist stiller, ruhig, besonnen, klar und voller Einsicht.

Aber "Gottes Welt" eben so völlig anders als das, was die meisten Menschen als normal bezeichnen und was der Mensch als Materialist anzunehmen bereit ist. Für manche ist eine andere Sicht der Welt als bisher einfach unmöglich, weil sie ohne ihre "Vorstellungen" über "ihrer" Welt den Halt in derselben verlören.

Denn um Gottes Welt zu entdecken, müssen unsere bislang „groben Sinne“ sehr, sehr, sehr verfeinert werden. Die Intuition muss wieder entdeckt werden, die inneren Stimmen entlarvt werden, die Funktionsweisen der Emotionen müssen verstanden werden und der Denkapparat muss beruhigt werden.

Wir müssen still und empfänglich werden für Gott.

Empfehlenswert scheint hierzu, dass alles, was Dir im Leben als Ereignis oder Bekanntschaft begegnet, unbedingt anzunehmen ist. Das bedeutet eben, alles anzunehmen (was Dir keinen offensichtlichen Schaden zufügt).
Lerne, Vorsicht von Abwehr zu unterscheiden.

Dein Logischer Verstand hilft Dir, Hilfreiches von Dummheiten zu unterscheiden und die richtige Wahl zu treffen. Analysiere die Begebenheiten immer intellektuell UND intuitiv. Selbst wenn Du Dabei feststellen solltest, dass es keine „richtige Entscheidung“ gibt, bitte Gott, das Universum, oder das All-Eins, darum, dir zu zeigen, was geschehen soll.

Je mehr Du auf Gott vertraust, umso mehr legst Du Dein Leben in Seine Hände.

ER, Gott, schickt Dir immer nur das Beste ( Meister Eckhart).

Je mehr Du IHN in Deinem Herzen spürst, umso leichter fallen Dir die Antworten in Deinem Leben zu, umso “leichter“, „schöner“ (leidloser) und zufriedener wird Dein Leben.




Am Ende des Weges wartet die Erlösung, wartet die Liebe, wartet Gott auf Dich.


Wählst Du Liebe, gehe nicht fehl.
Gott wartet dort auf Dich,
wo alle anderen vorübergehen.


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Bild von Max Muraurer:

"...Weg frei"

Montag, 19. April 2010

Folge den Spuren





In meiner Jugend war ich nicht in der Lage, die Bibel zu „verstehen“. Als junger Mensch fehlen einem dafür einfach alle Erfahrungswerte, die man im Laufe des Lebens sammelt. Allein in einer sehr christlichen Familie und Gemeinde scheint es möglich zu sein, frühzeitig die göttliche Wahrheit in Form von Weisheit über andere Menschen vermittelt zu bekommen.

Wer nun aber denkt, der christliche Glaube unterscheide sich wesentlich von anderen Religionen oder einer spirituellen Herangehensweise an das Verständnis- „über Gott“, die „Existenz“, das „All-Eins“, „göttliche Energie“ oder der Erleuchtung-, der irrt sich gewaltig. Denn erst in der tiefen Erkenntnis über das, was IST, offenbart sich die Einheit von Allem, völlig unabhängig des Glaubens oder einer Religion. Die Religionen, die sich auf unterschiedlichste Weise entwickelt haben, haben sich entwickelt, genauso, wie die unterschiedlichen Kulturen aller Herren Länder sich chronologisch entwickelt haben.

Wie könnte man zum Beispiel einem jungen Menschen GOTT erklären?

Voraussetzung dafür ist erst einmal, dass man selber ein Verständnis für Gott entwickelt hat.
Aber noch wichtiger ist doch die Hilfestellung und die Wegweisung, die man einem jungen Menschen vermittelt. Das sollte im Besten Fall eine Unterstützung sein, anhand der der Heranwachsende selbst auf die Suche gehen kann und vordem den Wunsch entwickelt , zur Erkenntnis des Göttlichen zu gelangen, und nicht auf Abwege zu geraten.

Um „Gott“ zu verstehen, oder zu verstehen, wer oder was „Gott ist“, kann ein Mensch zunächst damit beginnen, die alten religiösen Mythen und Überlieferungen zu hinterfragen, solange er die tatsächlichen Aussagen dahinter noch nicht versteht.
Wer das, was geschrieben steht, auf Richtigkeit und Inhalt untersucht, wird früher oder später feststellen, dass viele Erzählungen einfach nur Gleichnisse sind, die es zu enträtseln gilt, gleich einem Koan.

*Das Leben, das wir hier auf der Erde „verbringen“, ist unser Weg zu Gott*

Kaum ein Mensch kann in jungen Jahren verstehen, wo oder wie dieser Weg zu Gott zu finden ist, denn dieser Weg ist scheinbar weder in der Kirche, noch in der Schule, noch in der Familie bekannt, oder kann einfach nicht glaubhaft und verständlich vermittelt werden.

Das Wissen um den spirituellen Weg ist eine Folge unserer Erlebnisse und den richtigen Schlussfolgerungen daraus.
WENN wir den Wunsch haben, den Weg zu entdecken.
Aber zu Anfang ist oftmals weder das Wissen da, noch ist der Wunsch nach der Erkundung dieses Weges in uns angelegt.

*Der Weg zu Gott befindet sich in unserem Inneren*

Auf Anhieb kann diese Aussage nur von wenigen Menschen nachvollzogen werden, dennoch
ist diese Aussage einer der wichtigsten Hinweise auf den richtigen „Ansatz“ auf dem Weg zum Verständnis.

*Die Gleichnisse in den religiösen Schriften zu enträtseln ist eine hilfreiche Aufgabe*

Wenn der Wunsch besteht, die religiösen Schriften zu verstehen, ist dies eine Möglichkeit, die das rgebnis beinhaltet, dass man letztendlich alle Schriften versteht.
Denn in jeder steht das „Gleiche“, nur geschrieben mit anderen Worten.

* Das Verständnis vom Soseins des Lebens ist nur mit Hilfe des Glaubens zu erlangen*

Wer nicht an “Gott“, „Brahman“, ein „höheres Wesen“, „das All- Eins“, oder wie man sonst noch sagen mag, glaubt, sondern sich ausschließlich mit Hilfe des Intellekts und der menschlichen Logik an die wesentlichen Fragen des Lebens herangeht, wird kaum eine befriedigende Antwort erhalten.

*Der Gott-Verständnis- suchende Mensch muss sich für seine inneren geistigen (nicht gedanklichen!) Vorgänge sensibilisieren*

Diese Aufforderung ist das Herzstück auf dem Wege zu sich selbst und der Erkenntnis des „Höheren“ in sich selbst. Ein Hürde für viele am Anfang, die aber überwunden werden muss, soll sich hier später wahrhaft Erfolg zeigen.

*Alles, was das Leben Dir darbringt, ist spiritueller Natur und erscheint zur richtigen Zeit in den richtigen Situationen*

Wer da glaubt, Spiritualität sein nur dann wirksam, wenn man sich zur vorgegeben Zeit zur Meditation oder andere spirituellen Praktiken „hinsetzt“, verirrt sich in der Welt der Esoterik. Spiritualität ist immer. Alles baut aufeinander auf, nichts darf vernachlässigt werden. Wahre Achtsamkeit zu jeder Zeit auf Deine inneren Vorgänge gelenkt, ist DER Königsweg für Deine Entwicklung und die wichtigste und einzige Disziplin, die es auszuüben gilt.

*Schaue nicht auf das Tun anderer, sondern schaue auf das, was es in dir auslöst*

Das Ursache/Wirkung – Prinzip bringt Dich immer wieder zu Dir selbst zurück. Wenn du an diesem Punkt angelangt bist, und immer nur Dich selbst wiederfindest in der Interaktion mit anderen, hast Du bereits ein gutes Stück Deines Weges zurückgelegt und bist „innerlich gewachsen“. Du wirst daraus lernen, das Sinnvolle in deinem Leben vom Sinnlosen Zeitvertreib zu unterscheiden.

*Verschwende Deine Zeit nicht mit Müßiggang*

Es gibt Zeiten der harten Arbeit und Zeiten der Ruhe, die aber nicht für „unspirituell“ gehalten werden sollten. Solange es noch ungewohnt ist, die Konzentration ständig auf sich selbst gerichtet zu halten, werden immer wieder Zeiten auftauchen, an den man sozusagen wieder an die „Oberfläche kommen muss. So wie ein Taucher ohne Gerät nach nach einer gewissen Zeit unter Wasser wieder auftauchen muss, um nach Luft zu schnappen.
Je weiter aber die „persönliche Entwicklung“ voranschreitet, umso länger wirst Du nach und nach in der Tiefe Deiner selbst bleiben können, bis dies irgendwann ganz automatisch geschieht.

*Wenn du erkennen kannst, was wirklich in einem Moment geschieht, kannst Du hinter die Masken der Dualität schauen*

Vielleicht kannst Du bei den ersten Momenten der klaren Sicht einfach nur erkennen, wie ein anderer Mensch sich selber etwas vormacht – und Du durchschaust das Spiel der Illusionen, ohne dass Deine Gegenüber es selber wahrnimmt. Dieses „Sehen ist das erste Licht, das durch den Vorhang des Schleiers von „Maya“ fällt.

Das Erkennen dessen, was ist, beginnt im Kleinen und erscheint zuerst vielleicht banal.
Mit größer werdendem Verständnis werden auch die Erkenntnisse und klalen Sichten häufiger, größer und umfassender.
Wohl dem, der nicht mehr versucht, aus dem Ego (-ismus) heraus zu leben, denn der wird wohl oder über enttäuscht werden.

*Das Leben als solches ist ein Wunder, unerklärbar. Es ist einfach göttliches Sein*

Die materielle Welt bleibt, wie sie ist. Erkenntnis bedeutet nicht, außerhalb dieser Welt zu stehen und sich von nichts mehr berühren zu lassen.
Der Mittelpunkt verschiebt sich von Außen nach Innen. Denn der Mittelpunkt Deines Seins hat sich in Deinem Inneren offenbart – als ewig und unzerstörbar. Es ist kein Ort, auf den Du zeigen könntest, keine Empfindung, die Du beschreiben könntest und keine Emotion, nichts körperliches.

Es ist einfach ein „göttliches Wissen“, ein Wissen „UM“.
Das es Gott „gibt“, kann kein Mensch beweisen durch nachvollziehbaren Meßmethoden.
„Um“ Gott zu wissen, ist ein Art „Verdienst“, den man sich in langen Jahren erworben hat, meist auf einem harten, steinigen, beschwerlichen Weg, mit oder ohne Hilfe religiöser Schriften oder Unterstützung sogenannter Meister.

Aber du kannst einen Menschen,
der das Wissen „um Gott“ in sich trägt, erkennen.
Du wirst bemerken, dass Du dich in der Tiefe seiner Augen verlierst,
wenn Du Dich selbst darin wiedererkennst.

Weil Du dort Gott triffst.
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Bild von Sir John:
"Spuren im Schnee"

Donnerstag, 8. April 2010

Alles durch uns - Alles für uns





Als ich in den 90gern meinen Lebensgefährten durch einen Unfall verlor,
war das für mich der Meilenstein, der für eine neues, anderes, offeneres Leben gesetzt wurde.
Aber bewusst wurde mir das erst sehr viel später.

Ich lese in vielen Artikeln immer wieder, dass bestimmte Menschen und Ereignisse, auch Naturkatastrophen rundweg gedankenlos als zu eliminieren „verurteilt" werden und der Mensch verlangt lauthals und wütend danach, die ganze Welt unter Kontrolle bekommen zu müssen.
Das ist verständlich.
Aber nur aus seiner sehr oberflächlichen betrachtungsweise heraus.

Ich möchte nun einmal dazu einladen, die eigene Aufmerksamkeit etwas „umzulenken“;
möchte, dass wir solche Ereignisse einmal aus einem ganz anderen
Blickwinkel heraus betrachten.

Diese pauschale Ablehnung aller negativen Ereignisse, die uns und anderen widerfahren,
führen in erster Linie zur Verleugnung der Tatsache, dass die Welt, so wie wir sie vorfinden, unser eigenes Produkt ist!

Für alle Geschehnisse gibt es einen Zusammenhang, eine Ursache oder eine Motivation.
Auch für Naturkatastrophen gibt es Ursachen – und je weiter man sie zurückverfolgt, umso mehr erkennt man die Zusammenhänge und die Unvermeidbarkeit der Folgen dieser Ereignisse.

Betrachtet man den Klimawandel, findet man den Verursacher ausschließlich im Menschen,
der mit seiner technischen Revolution seit unzähligen Jahren seine eigene Atemluft verpestet durch Millionen von Flugzeugen, Fahrzeugen und Maschinen und Apparaten.

Betrachtet man die steigende Kriminalität oder Gewalt, findet man die Ursachen in dem sozialen Umfeld und in der Gesellschaft schlechthin; dadurch, dass z. B. nur derjenige Arbeit bekommt, der Bildung hat, der das Geld hat, der in der richtigen Stadt wohnt, in dem richtigen Land …

Betrachtet man die Krankheiten, finden wir die Ursachen überall.
In der Verschmutzung unserer Umwelt, der Zerstörung des Klimas, durch mangelhaftes soziales Umfeld, Denaturierung der Nahrung durch Genmanipulation, Überzüchtung, Chemie.
Nicht zu vergessen die psychischen Krankheiten...
... ect.,
…ect..

Wenn wir uns getrauen, richtig hinzusehen, entdecken wir, dass WIR uns SELBST diese scheinbar feindliche Welt erschaffen.
Wir Menschen selbst sind der Verursacher unserer eigenen schlechten und schädigenden und zerstörerischen Erfahrungen.

ALLES geschieht DURCH uns.

Aber ALLES ist auch FÜR uns.

Wenn wir uns nun im Gegenzug bewusst machen, dass wir die Verantwortung haben für ALLES, was um uns herum geschieht, unwiderruflich haben, sollte uns auch endlich klar werden,
das nur wir selbst die Heilung sind für unsere “Krankheiten und die Krankheiten unserer Welt, in der wir leben.

In diesem Sinne empfinde ich das Wort „Unterlassung“ als das beste Heilmittel des Lebens und unseres Lebensraums.

Jedes Ereignis in unserem Leben oder im Leben unserer Nachbarn, zeigt uns, was wir unterlassen müssen. Für uns sind diese Ereignisse ein Augenöffner, damit wir erkennen sollen, was falsch läuft, was uns krank macht und was uns selbst und diese wunderschöne Erde, auf der wir (noch) leben, zerstört.
Wir haben jeden Tag die Auswirkungen unserer Handlungen vor Augen und schauen entweder schweigend oder wild diskutierend zu, wie wir tagtäglich unseren Lebensraum weiter zerstören.

Es ist nicht die Aufgabe der Politiker aller Herren Länder, diesem Disaster Einhalt zu gebieten
sondern die Verantwortung von jedem einzelnen Menschen auf dieser Erde,
- einfach durch Unterlassung der schädigenden Handlungen.
Nicht von Heut auf Morgen und auch nicht frierend im Winter bei Kerzenschein, aber im Sinne dessen, was wirklich wichtig ist und noch menschlichen, würdevollen Wert besitzt und innehat, in unser aller Leben.

Die Heilung der ganzen Welt hängt von der Heilung jedes einzelnen Menschen ab.

Wenn jeder Mensch beginnen würde, auf seine Gedanken, seine Worte und seine Taten im Sinne der Erkenntnis und des Verständnisses für die Verantwortung alles Lebens zu achten und danach zu handeln, käme das Paradies zu uns zurück, welches vor Ewigkeiten durch die Schlange und Eva (Schlange = Verstand/ Ego; Eva= Urmutter) verloren gegangen ist.

Aber nicht weil Gott uns durch den Hinauswurf aus dem Garten Eden bestraft hat,
sondern weil wir Menschen selbst das Leben in Krankheit, Elend, Hunger, Einsamkeit und Not aufgrund unserer Gier
nach mehr hiervon und mehr davon
und mehr von solchem…
GEWÄHLT HABEN,
und bis heute wählen.


Jeder einzelne Mensch für sich!
Doch:
Jedes Lächeln heilt,
jedes Verständnis für mein Gegenüber HEILT.

Aber:
Alle Gier ist Sucht,
Alles Habenwollen zerstörerisch.

Nur das Leben mit Gott im eigenen Inneren und mit Liebe in unseren Herzen
bringt Balsam für alle Wunden und der ganzen Welt Heil.

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Bild von Cyrus:
"Stau"

Mittwoch, 31. März 2010

Der Spirit von Ostern



"Kreuzigung und Auferstehung Jesus Christus"





Viele Gedanken werden sich um den wirklichen Hergang des Ereignisses gemacht, um dessentwillen wir das Osterfest begehen. Aber anstatt zu erforschen, ob das sogenannte „Leichentuch Christi“ tatsächlich echt ist, oder ob Christus damals überhaupt wirklich am Kreuz gestorben ist, finde ich es weitaus interessanter darüber nachzudenken, was diese überlieferte Geschichte der Kreuzigung Jesu uns überhaupt sagen will.

Vielleicht sind die Schilderungen in der Bibel überhaupt nur „Parabeln“ und Reden in Gleichnissen. Aber wenn ich verstehen möchte, was mir mit der Kreuzigung und der darauffolgenden Auferstehung Jesus Christus übermittelt werden soll, ist es gleich, ob sich die Ereignisse vor über 2000 Jahren tatsächlich so zugetragen haben oder nicht.

Jesus wurde unschuldig verurteilt;
das ist ein wichtiger Aspekt in den biblischen Überlieferungen.

Die häufigsten Fragen aber, die sich der christliche Mensch stellt, sind vielleicht folgende:

- Hat Gott seinen eingeborenen Sohn für uns geopfert?
- Warum wurden uns unsere Sünden nur durch den Tod Jesu vergeben?
- Was bedeutet in genauerem Sinne die Auferstehung Christi?



Betrachte ich diese Fragen aus meiner spirituellen Sichtweise, in der sich hinter den Ereignissen immer eine Antwort oder „Lösung“ befindet, entdecke ich den Hintergrund der Erkenntnis Gottes für den Menschen.


Jesus wurde unschuldig verurteilt und hat sich niemals Schuld aufgeladen.

Aber wir Menschen sind nicht ohne Schuld.
Aber noch darüber hinaus sind wir einer Sünde haltlos erlegen,
und das ist unsere „Urschuld“ Gott gegenüber:

Wir haben uns von Gott abgewendet!

Wir halten uns selbst für unsere eigenen Herren und benehmen uns, als wären wir die Götter auf Erden! Wir machen uns die Erde und alles was darauf ist, untertan. Wir zerstören Natur und Leben auf dieser Erde, mit einer Selbstverständlichkeit, die an Wahnsinn grenzt.

Wir haben Gott vergessen, ja - wir verleugnen ihn sogar lauthals, und das ist es, was vor Gott als die größte Sünde bezeichnet werden könnte,
… dass wir unsere Berufung, nach Gottes Willen zu leben, verleugnen
und unsere Handlungen "Gott und der Welt" gegenüber egoistisch
und skrupellos geworden sind.


Gott ist barmherzig..

Er ist kein Gott, der menschliche Opfer verlangt, und schon gar nicht durch den Tod seines Sohnes Jesus Christus. In dem Tod Jesu steckt eine unglaubliche und große Symbolik.

In Jesus Christus ist Gott zu Fleisch und Mensch geworden und zu uns auf die Erde gekommen (symbolisch, wenn Du willst). Die Menschwerdung Jesu ist Gottes Offenbarung an uns. Gott hat in dem Tod Jesu kein Menschenopfer gefordert, er gab sich uns Selbst hin.
Das Blut Jesu steht nur symbolisch für den Tod, und der Tod Jesu steht nur symbolisch für das Ende eines selbstverherrlichenden (Gott verleugnenden) Lebens in Sünde.

Die Auferstehung Jesu steht symbolisch für unserer aller Unsterblichkeit.

Um zu begreifen, dass Gott Sich Selbst in Jesus zu uns herabsandte, muss man auch verstehen, wie unermesslich groß Gottes Liebe zu uns ist.

Denn durch Christus ist Gott den halben Wege auf uns zu gegangen.
Nun sind wir dazu aufgefordert,
die andere Hälfte des Weges auf Gott zuzugehen.

Gott hat uns in Christus ein Versöhnungsangebot gemacht; dadurch,
dass ER alle Schuld durch die bedingungslose Hingabe, symbolisiert durch den Tod am Kreuz, von uns nahm für alle Zeiten!

Wer dieses zu erkennen vermag, vermag auch zu erkennen, dass das Verständnis dieser Ereignisse um Jesus Christus gleichzeitig das „Erkennen Gottes“ und die Einladung
der (Wieder-) Hinwendung zu Gott beinhaltet.

Gott hat sich durch Christus, seinem Sohn, uns hingegeben, weil er uns so sehr liebt.

Geben wir uns nun IHM hin,
in der gleichen unermesslichen, bedingungslosen, großen göttlichen Liebe.
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Bild von Steve Ford Elliot:
"Jesus"

Mittwoch, 24. März 2010

Auffindbarkeit Gottes


Die endlose Suche nach Erlösung, Erleuchtung, oder nach Gott unterliegt dem hartnäckigen Mythos, dass „man“ etwas werden müsse, was man noch nicht IST.

Wer auf diese Suche geht, kann sich auf eine Odyssee in einem Meer von Vorstellungen, Bilder und Mythen einstellen. Er wird im besten Glauben auf Erfolg unzähligen Praktiken, Hinweisen und Aussagen anderer Menschen folgen, die ihm auf seinem spirituellen Weg begegnen mögen. Aber ein „Ankommen“, ein „Erreichen“ des angestrebten Zieles wird auf diese Art äußerst selten erreicht. Denn der Sucher, der dem Weg anderer folgt, ist so leider auf einer Strecke, die eine Art Irrgarten in der Erscheinungswelt darstellt, in der nur einem unsichtbaren Schatten hinterher gejagd wird.

Wer wahrhaft für sich wählt, auf die Suche nach Gott, der Existenz, zu gehen, wählt einen sehr beschwerlichen Weg. Er „verdammt“ sich selbst dazu, ein Leben der Ent -Täuschung zu führen, welches ihm Anfangs immer nur vor Augen führt, dass er allein, hilflos und ohne Einfluss auf die Ereignisse im Leben ist sowie dem Schicksal gnadenlos ausgeliefert.
Auf diesem Weg wird es Zeiten geben, in der der Sucher sich in völliger (geistiger) Dunkelheit wähnt, in der er jeglichem Glauben und Hoffen abschwört. Er wird sich fremd vorkommen, wie ausgesetzt und von „Gott und der Welt“ verlassen. Wer diesen Weg aus vollem Herzen beschreitet, wird angehalten sein, alles, was ihm lieb und teuer ist, restlos aufzugeben. Er wird sich in seelischen Qualen wiederfinden, in denen ihn tiefe Verzweiflung und totale Hoffnungslosigkeit überfallen. Aber eine der "Aufgaben" auf diesem Weg lautet auch, sich aus diesen "Fallen" der Seelen - Pein immer wieder zu befreien und weiter voranzuschreiten.

Besagte Aussichten laden wahrlich niemanden dazu ein, sich auf diesen Weg zu begeben, der doch letztendlich bedeutet, „sich selbst“ mit allem Wollen, Wünschen und Hoffen aufzugeben (aus diesem Grund reden so viel Meister von: „stirb, während Du lebst“).

Es gibt nur sehr wenige Menschen, die sich mit allen daraus resultierenden Konsequenzen dazu aufmachen, um „Gott ins Antlitz zu schauen“. Kein schwaches Gemüt wird in der Lage sein, diesen Weg zu gehen, geschweige denn, es überhaupt wünschen.

Ohne Gottes Hilfe und „Wegbegleitung“ kann kein Mensch diese Prüfungen überstehen.
Erwachte und Meister berichten in ihren Erfahrungen, wonach das Erwachen im Moment tiefster Seelenqualen eintritt.

Erst, wenn die „äußere Welt“ erlebt, durchschaut und verstanden wurde, wendet sich der Mensch seinem inneren „Erleben“ zu. Doch auch dadurch allein geschieht keine umfassende Erkenntnis. Auch kann man Gott im eigentlichen Sinne gar nicht „erkennen“. Es gibt von oder über Gott weder „Erkenntnis“ noch ein „Erkennen“. Es gibt aber dennoch ein „Wissen“ um die Göttlichkeit.
Ein „Wissen“, welches sich nicht über den Verstand ereignen kann.


Wenn wir es schaffen, uns von allem „leer“ zu machen, was NICHT-GOTT ist, also alles Gedachte und Konzeptuelle, wird der „Raum“ geschaffen für DAS Wissen, welches sich ohne Vorstellungen, Gedanken und Bilder offenbart.

Denn genauso, wie Du weißt, dass Du etwas fühlst, ohne das Du Dir selbst erklären musst, dass „da Gefühle sind“, gibt es ein Wissen um des Göttlichen, unserer Existenz.
Genauso, wie Du etwas siehst, einen Baum, den Himmel, eine Ameise… – gibt es ein „Wissen im Sehen“, bei dem Du weißt, dass all das Göttlich ist, was Du siehst.
Denn es gibt nichts anderes auf dieser Welt!

Erst im wahrhaftigen Sehen wirst du wissen, dass Gott diese Welt IST.
Ohne Gott gäbe es weder Dich noch irgend etwas anderes, was Dich umgibt.
Du bist in IHM, und ER ist in Dir, da ER ALLES ist.


Ist es Dir nicht möglich, dieses zu „erkennen“, erwartest Du immer noch, das “ES“ sich Dir auf eine Art und Weise „zu erkennen gibt“, die Du anhand Deiner gedanklichen Vorstellungen akzeptieren kannst.

Gott erfüllt aber keine Erwartungen und Vorstellungen oder Konzepte, sondern ER zeigt sich in ALLEM, was für uns „erfahrbar“ IST, und für alle Zeiten SEIN WIRD.

Das „Nicht-Erkennen“ dessen, was uns umgibt, rührt daher, dass wir den „Dingen“ einfach einen anderen Ursprung zuschreiben, der uns logisch erscheint.
Unsere gedanklichen Interpretationen der erfahrbaren Welt entspringen immer noch einem „Verstandeswissen“, das anscheinend vom Reptiliengehirn bis zur digitalen Funktion eines Computers hin, reicht.
„Wie ich denke, so bin ich“, oder: „Woran ich glaube, ist für mich Realität“,
sind fatale Irrtümer in der illusorischen Gedankenwelt des Menschen.


Mit unserer einzigartigen Fähigkeit, unseren intellektuellen Verstand mit dem intuitiven Erfassen der Wahrheit zu verknüpfen, sind wir als einziges Lebewesen dieser Erde in der Lage, so zu einem wirklichen, „höheren“ Verständnis zu gelangen.
Offenbar ist es „Gottes Wille“, dass wir "spüren" sollen, was Gottes IST.

Diejenigen, die sich auf richtigem Wege befinden, spüren intuitiv die Wahrheit.
Die anderen verteidigen ihre Welt der Illusionen.
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Bild von Knipsermann:
"Ameise zu Besuch"

Montag, 22. März 2010

Warum lebe ich ?



Eine Betrachtung über den Sinn des Lebens




Was ist der Sinn des Lebens?
Viele Menschen habe auf diese Frage ihre eigene, ganz individuelle Antwort:

Das Glück finden;
Spirituelle Entwicklung;
Lernen, arbeiten;
Negatives Karma abbauen;
Eine Familie gründen;
Sein Ego „besiegen“;
Erwachen/ Erleuchtung;
Beruflicher Erfolg;
Seine Träume und Wünsche verwirklichen;
Einen bestimmten Beruf (Berufung) finden;
Seine Aufgaben erfüllen;
Selbstlos sein, Dienen;
Seine Religion leben;
... und dergleichen mehr.




Seit Millionen von Jahren vollzieht sich die Entwicklung des Menschen.
Es hat eine lange Zeit gedauert, bis wir uns von unserer ursprünglichen, animalischen Natur bis zu dem heutigen intellektuellen Menschen entwickelt haben.Doch bei unserer heutigen Lebensweise und unserem intellektuellen Herangehen an einige großen Fragen des Lebens, stehen wir uns praktisch selbst im Wege.

Eine Frage drängt sich hierzu förmlich auf:
Wenn der Mensch sich fragt, warum er auf diseer Welt ist, wer ist dann eigentlich in der Lage, eine übergeordnete Antwort darauf zu geben?


Der Mensch allein stellt sich diese Frage, denn er ist das einzige Lebewesen auf dieser Erde, dass sich selbst überhaupt Fragen stellen kann ... spirituell gesehen ist es aber in der Tat nur der Verstand, der hier fragt!

Wir haben es uns in Jahrhunderten angewöhnt, in weiten Teilen ausschließlich nach dem Verstand zu leben. Außergewöhnlich viele wichtige Entscheidungen werden auf der intellektuellen, logischen Ebene getroffen, was auch durchaus richtig ist, wenn ich ein Buchhalter bin oder mir vielleicht ein neues Auto kaufen will, oder wenn ich nachprüfen möchte, ob meine Lohnbescheinigung richtig ausgestellt wurde.
Dennoch ist es nicht sinnvoll, das gesamte Leben nur von der Verstandesebene aus zu betrachten. Die Ereignisse in der Welt zeigen uns deutlich, dass dies fürwahr nicht sinnvoll ist.

Also stellt der Verstand die Frage nach dem Sinn des Lebens, obwohl er „selber“ nicht einmal weiss, was das Leben als solches überhaupt IST, wie es entsteht, bzw. wo es herkommt.

Man kann den Verstand, als einen Computer bezeichnen, in den jede Menge Daten eingespeist werden. Bereits im Mutterleib beginnt dieser Daten – Input über die Empfindungen der Mutter; als Säugling und Kleinkind verarbeitet der Verstand jede Menge Infos und ab dem Schulalter wird der junge Mensch praktisch überflutet mit Informationen und Daten, die er aufnehmen und verarbeiten muss. Wie groß müsste der Speicher eines normalen Computers sein, und welche Rechnerleistung wäre für solche Vorgänge nötig?
Eine interessante Frage.

Der Input von Daten für einen Menschen hört praktisch niemals auf, und gerade in den ersten Lebens- Jahren werden die wichtigen Synapsen (Verbindungen) im Gehirn geschaltet, die einen relevanten Ausschlag geben für das restliche Leben eines Menschen.

Nun hat also dieses ursprünglich animalische Wesen einen Verstand (Datenspeicher und Rechner) und arbeitet damit. Das funktioniert auch hervorragend, denn der menschliche Geist ist nun intellektuell hoch entwickelt und erfindet die genialsten (wenn auch manchmal gefährlichen) Maschinen, Techniken, und lässt Eingriffe in die Biologie der Natur einfließen. Und er lernt und lernt immer weiter, dieser Verstand, und wird immer schlauer und erfindungsreicher.

Aber er verarbeitet ausschließlich Daten, die von außen in ihn eingespeist werden.
Er analysiert diese Daten und verarbeitet sie, er probiert aus und erhält neue Daten getreu nach dem Motto: Try and Error.

Nur beim Leben als solches gibt es kein Try and Error.

Das Leben IST (Gottgegeben).

Und der mensch (-liche Verstand) weiss nichts vom diesem Leben, nur vom addieren, subtrahieren, funktionieren.
Ein „Computer“, ob nun neurochemisch oder digital arbeitend, kann nicht über sein eigenes Funktionieren oder seine Herkunft nachdenken.

Man muss erstmal verstehen, was der Verstand ist, was er kann, wozu er in der Lage ist, und wo es nicht mehr ratsam ist, ihn zur Lösungsermittlung heran zu ziehen.
Man kann aus Daten kein Ergebnis herauszupressen, welches nicht in Form von Daten existiert...
Eine Rechenmaschine kann nicht über sich selbst herausfinden, wie sie rechnet; kann nicht ermitteln, wie sie funktioniert; hat keine Daten darüber, warum sie existiert.
Ein Computer kann nicht über eine Rechenoperation herausfinden, wer er selber ist!
Und unser Verstand kann nicht durch Verknüpfen vorliegender Daten herausfinden, wie der Mensch "erschaffen" wurde, oder von wem oder woher "sein Leben" kam.
Und das ist die Ursache dafür, warum unser logischer Verstand den Sinn des Lebens nicht errechnen, ermitteln oder simulieren oder sonstwie herausfinden kann.




Denn SEIN kann nur das Leben selbst.

Das Leben als solches ist noch nicht einmal ein Zustand, so wie es beim Wasser verschiedene Aggregat – Zustände gibt, (sprich: fest, flüssig, gasförmig) - weil das Leben allein nur IST, sogar unabhängig vom Organismus, in dem es sich zeigt.

Und was ist nun mit dem Sinn des Lebens?
Was kann der Mensch, bzw. sein Verstand darüber herausfinden?

Über die Tätigkeit des Denkens kann man nur herausfinden, was man mit der Lebenszeit, die einem gegeben ist, anfängt, und auf welche Art und Weise man leben möchte, wie z. B. oben beschrieben.


Aber das alles ist nicht der SINN des Lebens.


Der Sinn des Lebens liegt allein im Leben selbst, und somit in GOTT.

Wenn man Gott nun einmal als so genannte „Ursache“ des Lebens betrachten möchte,
zeigt sich mit IHM die „Quelle“ des Lebens.

Und zweitens:
Wenn wir nun die “Ursache“ GOTT für das Leben nehmen, bedeutet dies,
dass Gott selbst sich durch das Leben ÄUßERT,
ja, aus SICH SELBST, der Quelle, ausfließt!

Denn was kann ER anderes verströmen, als sich selbst?

Was bedeutet dann, innerhalb dieser Betrachtung, das Leben für uns?
Wovon werden wir „durchflossen/ bewegt“?


VON IHM.


ER SELBST, GOTT, als Quelle bleibt uns dabei gänzlich verborgen,
unsichtbar in seiner Einheitlichkeit und Vollkommenheit und Unendlichkeit.

Aber durch das Leben als solches zeigt Gott uns all seine Herrlichkeit
und Lieblichkeit und Schönheit.

Und wenn wir uns als SEINE Geschöpfe (was wir sind!),
als DAS verstanden haben, durch DAS ER wirkt,
dann können wir uns endlich auch als eine Offenbarung GOTTES verstehen.


Gott ist die „Quelle“ allen Lebens,
und ER begründet durch den Menschen SEINE Wirkung.


Und auf welche Art der mit Erkenntnis gesegnete Mensch in der Welt wirkt,
wird sich würdig im „Sinne“ Gottes erweisen.
Denn Du erkennst IHN an seinem Wirken.
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Bild von Banditbiker:
"Gletscher mit Wasserfall"

Montag, 15. März 2010

Fern von Gott?






„Auch wenn Du Gott nicht spüren kannst,
ist ER dennoch bei Dir,
allezeit.“


In den schwierigen und schlimmen Zeiten wähnen wir uns oft von Gott verlassen,
wenn wir nicht schon vorher bereits gänzlich unseren Glauben an IHN verloren haben.

Doch warum ist das so?
Haben wir uns wirklich schon vollständig in unserer Leistung-, Erlebnis- und Konsumwelt verloren?

Für den Glauben an Gott oder eine höhere „Existenz“, müssen wir uns wahrlich nicht unbedingt an religiösen Dogmen orientieren;
ebensowenig ist der „heilige Gral“ in der Wissenschaft zu finden.
Auch ist es nicht ratsam, die Welt zu verleugnen, die Sinne zu unterdrücken, oder der Zivilisation zu entfliehen um Gott „näher zu rücken“.

Die „eigentliche Menschwerdung“ oder die Erkenntnis der wesentlichen „Werte“ unseres Da-Seins liegt seit jeher einzig und allein in uns verborgen.

Verborgen deshalb, weil sich eine Menge, oft jahrzehntelang angesammelter Irrtümer darüber geschoben haben.

In vielen Büchern ist bereits darüber geschrieben worden, auf welcherlei Art wir unsere Konditionierungen „übergestülpt“ bekommen, die wir dann oft ein Leben lang unerkannt mit uns herumtragen. Durch diese Konditionierungen nehmen wir die Ereignisse um uns herum immer nur verschleiert, gefiltert und verfälscht durch veraltete Bewertungen wahr.

Etliche Methoden wie Astrologie, Psychologie, Enneagramm, Familienaufstellungen, ect., können uns nur fragmentiert aufzeigen, wie wir „ticken“, wie wir programmiert sind, welche unsere „Art“ der Auffassung dieser Welt ist.

Man kann sich diese gefilterte Wahrnehmung wie ein Schablone vorstellen, welche nur die Dinge in unser Bewusstsein lässt, die wir bereits kennen, bereits erfahren und wiederholt beurteilt haben. Durch diese „Wahrnehmungs- Schablone“ werden dann alle „hereinkommenden“ Daten und Ereignisse beurteilt.
Die Folge davon ist, dass unsere Konditionierung (Vergangenheit) das „Sosein“ unserer Gegenwart bestimmt und unser Verhalten für die Zukunft vorgibt.


Aber wie kann unter diesen Umständen überhaupt wahrgenommen werden, woran wir nicht glauben, oder was wir anders(weil „gefärbt“) wahrnehmen?
Wie können wir durch diese „Schablone“ hindurch Gott „entdecken“?

Alle Meister, Erwachten, Gurus, alle weisen Menschen, sagen das Gleiche, nur mit anderen Worten:
„Wirf diesen Ballast ab“, „lass los“, „vernichte Dein Ego“, „lebe nicht im Verstand“, „lege die Brille der Konditionierung ab“, „erkenne Dich selbst“, „vergiss die Vergangenheit“, „lass Deine Persönlichkeit sterben“, verwirkliche die klare Sicht“ …und so weiter, und so weiter.

Das Abspielen unserer angelernten, erprobten, immer wiederkehrenden Muster, das täglich grüßende Murmeltier, der Hamster im Laufrad…
…so agieren wir, solange wir nicht durchschaut haben, wie dieser Mechanismus,
diese Kopf/ Unterbewusstseins - Automatik funktioniert!

Doch fürchten die meisten Menschen sich davor, auch nur einen Blick hinter all diese Konditionierungen zu werfen;
scheuen den Blick auf ihre angehäuften Glaubensmuster über sich selbst,
wie der „Teufel das Weihwasser“!

Denn der Mensch denkt, er wäre diese Konditionierung, er wäre diese innere Haltung,
er wäre „seine“ Erfahrungen, sein Hab und Gut, sein Ein und Alles.
Und weil der Mensch so denkt, glaubt er, wenn er all dies losliesse,
dann würde er sich selbst auflösen.

Was für ein fataler Irrglaube!

Doch noch fataler, als diesem Irrglauben zu unterliegen, ist das Nichtwissen von -,
oder der Nicht – Glaube an GOTT.

Durch die genannten „Berge“ von Fehlglauben, Nichtwissen, Konditionierungen, Irrtümern, Medienverwirrungen, Negativ-Erfahrungen, ect., und dem Glauben, dass die Welt „nun mal so ist, wie sie ist", und das „man selber so ist, für was man sich hält“…
… durch diesen Wust von Vorstellungen, Gedanken, Bildern und inneren Haltungen blitzt noch nicht einmal das kleinste Lichtlein von Gottes strahlender Wahrheit, Liebe und Güte hindurch.

ER ist tief verborgen hinter all dem; fast unsichtbar, kaum zu bemerken,
…wie etwas, das nicht bemerkt werden darf, und sorgsam versteckt werden muss,
weil ES so viel Liebe in sich trägt, dass ES uns wahrhaftig das Herz zerreissen würde,
würden wir auch nur einen Zipfel davon zu spüren bekommen.

Gottes Liebe ist so unermesslich;
ER könnte uns in der Tat damit in einem Streich erschlagen.

Tot wäre dann unser Ego,
abgelegt wäre unsere Habsucht,
losgelassen wäre unser Anklammern,
vergessen wäre unsere Persönlichkeit,
erloschen wäre unser Hass,
besiegt wäre unser Neid,
demütig wäre unser Stolz,
überwunden wäre unsere Gier,
ausgelöscht wäre unsere Angst.

Dann wäre der Verstand unser Diener,
und die Güte wäre unser Herr.

Dann wäre der Gott der Liebe in uns erwacht.
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Bild von Bruno Lux:
"Im Nebel"